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2012

Text von: Stefan Andromis Herbert


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Produktion:
USA 2009Regie:
Roland Emmerich
Hauptdarsteller:
John Cusack
Amanda Peet
Thandie Newton
Chiwetel Ejiofor
Danny Glover
Oliver Platt
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Roland Emmerich stellt in diesem Film in bombastischen Bildern den Untergang der ganzen
Welt durch Erdbeben, Vulkanausbrüche und riesige Tsunamis dar. Schon lange bevor der Film
in die Kinos kam, machte er mit spannenden Trailern auf diesen außergewöhnlichen Film
und damit auch auf das Thema 2012 aufmerksam. In diesen hieß es, dass die Regierungen
dieser Welt die Menschen bei einem möglichen Untergang nicht informieren würden und das
man nach der Wahrheit über 2012 im Internet suchen sollte.
Das Datum 2012 wird in den meisten Beiträgen auf Webseiten, Foren und in Videos bei
YouTube mit dem Ende des Maya-Kalenders und damit mit dem Ende der Menschheit in
Verbindung gebracht. Da Roland Emmerich bekannt ist für Filme mit
Weltuntergangs-Szenarien, gingen die Erwartungen aller natürlich in diese Richtung und
wurden auch nicht enttäuscht.
Inhalt:
Im Jahre 2009 entdeckt ein indischer Geophysiker
eine verstärkte Zunahme der Erwärmung des Erdinneren ausgelöst durch vermehrte
Sonnen-Aktivitäten und erkennt hierin für die kommenden Jahre eine große Gefahr für
die Menschheit. Diese Nachricht wird natürlich sofort an die wichtigsten Regierungen der
Welt (G8) weitergegeben, welche zwei Entscheidungen treffen:
1. Um eine globale Panik zu verhindern, wird die
nahende Katastrophe unter allen Umständen vor der Öffentlichkeit geheimgehalten.
2. Es werden große Archen gebaut, in denen ausgewählte Bürger, besondere Kunstwerke und
Tiere vor der erwarteten Katastrophe gerettet werden sollen.
Damit dies alles nicht bekannt wird, schrecken
die Regierungen auch nicht vor Mord-Anschlägen zurück.
In der Film-Story wird erzählt, wie ein erfolgloser amerikanischer Schriftsteller Namens
Jackson Curtis durch einen verrückten Radiomacher an diese Wahrheit gerät und auf
dramatische Weise seine Familie in eine der Archen zu retten vermag. Bis dies allerdings
geschieht, stürzen ganze Städte in Erdspalten, gewaltige Vulkane brechen aus und
Milliarden Menschen sterben spätestens durch riesige Tsunamis.
Die spirituelle Botschaft:
Um eines gleich vorweg zu nehmen: Roland Emmerichs hat
ein Katastrophen-Film geschaffen, der ein mögliches Weltuntergangs-Szenario auf
bombastische Weise filmisch umsetzt. Im geht es also nicht um eine erlösende Botschaft,
die besagt, dass der Mensch selber durch eine Veränderung seines Denkens hin zu einem
ganzheitlichen und selbstverantwortlichen Bewusstsein in der Lage ist, eine solche
Katastrophe zu verhindern. Deshalb wird auch nicht erklärt, dass der Maya-Kalender nicht
am 21.12.2012 endet, sondern das dieses Datum (wenn es überhaupt korrekt ist?) nur den
Übergang des bisherigen Menschheits-Zyklus in den nächsten beschreibt.
Emmerich nimmt einfach das Endzeit-Thema zum Anlass, in sehr ausdrucksvollen Bildern
aufzuzeigen, wie das Ende der Menschheit rein ausgelöst durch Naturkatastrophen aussehen
könnte. Ihm geht es auch nicht um das Finden eines Schuldigen, weshalb keine
Viren-Epidemien vorkommen, kein Klima-Killer, kein Treibhaus-Effekt, kein Asteroid, kein
Atomkrieg.
Mit der sehr beeindruckenden Darstellung der Zerstörung ganzer Städte oder Landstriche,
löste er bei mir Gedanken darüber aus, dass sich ein solches Szenario auf keinen Fall
ereignen dürfe. Durch meine jahrelange Beschäftigung mit Esoterik und Spiritualität ist
mir klar, dass die Menschheit immer eine Wahl hat, ob ein solcher Untergang erlebte wird
oder nicht. Damit hat der Film mich motiviert, mich noch mehr für eine harmonische
Entwicklung der Menschheit einzusetzen. Wer mehr über meine persönliche Bedeutung von
2012 erfahren möchte, findet dies unter www.spiritlight.de/2012.
Aber trotzdem zeigt mir dieser Film eine wertvolle Botschaft, in der es um das Thema
Menschlichkeit geht und wie mit ihr in einer solchen apokalyptischen Situation umgegangen
werden kann. Im Zwischenmenschlichen ist der Hauptdarsteller Jackson Curtis in den
vergangenen Jahren nicht wirklich für seine Kinder da gewesen. Als er von dem
Weltuntergang erfährt, kümmert er sich aber nicht nur um sich selber, sondern bemüht
sich neben seinen Kindern auch seine geschiedene Frau zu retten. Dann ist da ein
arroganter russischer Multimilliardär, der sich das Ticket für sich und seine beiden
Söhne für einen Platz in einer Arche mit jeweils 1 Milliarde Euro erkauft hat. Am
Schluss opfert er sich, damit seine beiden Söhne überleben können. Weiter wird ein
älterer farbiger US-Präsident Wilson gezeigt, der sich entscheidet, sich nicht retten zu
lassen, sondern bei den Menschen im Weißen Haus zu bleiben. In einer letzten
Fernsehbotschaft versucht er noch die Bürger der Welt über die Wahrheit dieser
schrecklichen Katastrophen aufzuklären.
Andererseits ist da der Stabschef des Weißen Hauses mit Namen Anheuser, der darauf
verzichtet seine über 80jährige demente Mutter ein letztes Mal anzurufen oder seine
Ex-Frau zu retten. Weil er Angst um sein eigenes Leben hat, drängt er später in der
Arche um die Einhaltung von Vorschriften und Vereinbarungen und verweigert damit die
Rettung von Tausenden von Bürgern. Doch er wird von mitfühlenden Mitmenschen inklusive
den europäischen Regierungen überstimmt, die sich dafür entscheiden, jeden zu retten,
der noch gerettet werden kann.
Der Film macht für mich deutlich, dass ein geheimer Regierungsplan zwar noch so gut
ausgearbeitet sein mag, letztendlich am menschlichen Faktor scheitert. Er stellt auch die
Frage, welches Recht eine Elite von ausgewählten Bürgern auf Überleben hat, wenn sie
aus rein politischen Entscheidungen oder finanziellen Vorteilen heraus das Glück haben,
gerettet zu werden?
Hier kann es für mich nur eine Antwort geben: Was immer uns die Zukunft auf diesem
Planeten bringen möge, alle im Jahre 2012 voraussichtlich 7 Mrd. Menschen gehören zu
einer Menschheit, sitzen gemeinsam in dem Einen Boot Namens Erde und keiner ist mehr oder
weniger wertvoll. Damit wäre es bei einem solchen Szenario möglicherweise am besten,
alle Menschen zu retten oder niemanden. Denn mit welchen Gefühlen sollen die durch die
Regierungen der Welt auserwählten Bürger ihren Neuangang auf Erden beginnen? Würden sie
sich in ihrer Rolle der Überlebenden wohl fühlen? Würden Kinder wirklich glücklich
weiterleben können, wenn ihre Eltern nur sie, aber nicht sich selbst zu retten
vermochten?
Eine wirkliche Lösung ist dies aus meiner Sicht nicht. Sie liegt für mich aber darin,
dass die Menschheit sich selber als ein Ganzes erkennt und jedes einzelne Individuum
unserer Gesellschaft als einen wertvollen und menschenwürdigen Teil dieser Ganzheit
wahrnimmt. Hat sie dies gelernt, dann braucht eine solche Katastrophe nicht einzutreten.
Eine weitere Antwort mag in einer Szene gefunden werden, in der ein tibetischer Schüler
seinen buddhistischen Meister in bezug auf diese Rettungsaktion befragt. Der Meister
gießt dem Schüler Tee in seine Tasse und gießt auch weiter, als die Tasse bereits
überläuft. Auf die Reaktion des Schülers, die Tasse sei doch schon voll, erwiderte der
Meister in dem Sinne, dass die Antwort nur in der leeren Tasse zu finden sei.

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