| Beitrag
zu dem obigen Text von Dietmar Focke - Email: dietmarfocke@web.de
Lieber Andromis,
gerne möchte ich ein Feedback zu Deiner Mail über Lichtarbeit geben.
Warum ist Lichtarbeit (was auch immer der einzelne darunter versteht) umstritten. Wer ist
es, der da versucht ein Positiv oder Negativ hinein zu interpretieren? Ein ausschließlich
bewertender Verstand! Ein durch Glaubenssätze, Kultur, Religion und Erziehung geprägter
Verstand. Wer weiß denn schon wirklich was richtig und was falsch ist? Wenn es jemand
weiß, dann in keinem Fall der Verstand. Das Richtig oder Falsch relative Dinge sind, ist
leicht zu erkennen, wenn man sich verdeutlicht, das jenseits einer Landesgrenze eine
Handlung für heroisch gehalten wird, die einen Schritt weiter, nämlich hinter der
Grenze, unter Umständen mit dem Tode bestraft wird.
Meine Meinung ist, dass Lichtarbeit getan werden sollte, wenn der Impuls da ist sie zu
tun. Ist kein Impuls da, dann sollte man es lassen. Aber bitte ohne Bewertung. Zur
Verdeutlichung möchte ich in Erinnerung rufen, wie denn der so genannte Lichtarbeiter an
das Thema Esoterik und Spiritualität, also der SUCHE nach dem eigentlichen
Zuhause, auch SELBST genannt, geraten ist. Hat auch nur ein einziger dieser Menschen eine
bewusste Suche begonnen? Ist es nicht eher so, dass das Interesse an diesen Dingen
plötzlich im Verstand auftauchte? Mir kann niemand erzählen, dass er an einem bestimmten
Punkt seines Lebens eine noch zu bearbeitende Themenliste aufgestellt hat, auf der unter
anderem das Thema Spiritualität erschien. Oder?
Nein, die Suche begann ohne ein Zutun des Verstandes. Sie was einfach als Impuls
vorhanden. Gehe ich noch einen Schritt weiter, so bitte ich einmal ernsthaft mit sich
selbst in Klausur zu gehen und zu prüfen, ob man in der Lage ist, auch nur einen einzigen
seiner in sich auftauchenden Gedanken in seiner Entstehung beobachten, oder gar
beeinflussen kann.
Das Ergebnis vorweg: Es ist nicht möglich. Gedanken sind plötzlich da.
Nun sollte sich die Frage stellen, wer denn der wirkliche Denker, bzw. der Impulsgeber des
Gedankens ist. Ich behaupte, dass es der/das Gleiche ist, was uns atmen lässt.
Solange aber der Glaube besteht, dass ich der Denker bin, lebe ich in einer
Identifikation mit dem ich, oder auch Ego genannt, welches, wie vorhin
angeschnitten, nur aus bewertenden Konzepten besteht. Wirklich wissen tut dieses
Glaubensbündel nichts, denn mehr als 90% der intellektuellen Inhalte sind
kritiklos übernommene Annahmen. Das unterstreicht die Erkenntnis der Weisen, wenn sie
sagen: Das einzige was ich weis ist, dass ich nichts weiß.
Also warum fügen wir uns nicht dieser Weisheit und folgen nicht dem Verstand, sondern den
inneren Impulsen des SELBST. Der innere Impuls ist immer einer des SELBST. Das SELBST
wiederum ist göttlich und Gott ist vollkommen. Wenn also auf diesem Wege der Impuls
entsteht Lichtarbeit zu tun, dann sollten wir sie tun, denn der Impuls kommt aus der
VOLLKOMMENHEIT. Oder wollen wir der SCHÖPFUNG durch Zweifel IHRE Allmacht absprechen.
Paradox, oder? Aber das ist es, was ein bewertender Verstand ununterbrochen praktiziert.
Die Annahme, aus der Bewertung entstehend, dass sich etwas falsches zeigt, ist das, was
das Leiden der Menschen verursacht.
Nun erlaube ich mir noch auf zwei wesentliche Aspekte dessen einzugehen, was Lichtarbeit
nach meinem Ermessen bedeutet.
Die oberste Priorität der Lichtarbeit ist, sich an die eigene Göttlichkeit zu erinnern.
Dieses Bestreben wird umgangssprachlich SELBST-Erkenntnis genannt.
Konkret bedeutet das, die Dualität zu überwinden und frei von Glaubessätzen zu werden.
Es geht darum den Christus/Buddha in sich selbst zu ent-decken. Besser gesagt: den
Christus/Buddha in sich zu erfahren. Nur wenn wir IHN in uns realisiert haben,
sind wir das LICHT. Alles andere ist halbgar, um es salopp zu
formulieren.
Die zur Transformation des globalen, kollektiven Bewusstseins nötige Arbeit besteht also
in der Transformation des Bewusstseins eines jeden einzelnen . Der Dienst, der der
gesamten Menschheit durch die Reinigung des einzelnen erwiesen wird, geht weit
über das Vorstellbare unseres Verstandes hinaus.
Gut zwei Hände voll erwachter Menschen haben die Bewusstseinskraft, ein prall gefülltes
Fußballstadion, voller noch im alten Bewusstsein denkender Menschen, zu transformieren.
Nun rechne man selbst wie kraftvoll der einzelne ist. Wird damit nicht deutlich, in
welchem Maße jeder in der SELBST-Erkenntnis lebende Mensch, zur Bereinigung des
kollektiven Bewusstseinsfeldes beiträgt? Ist damit nicht unterstrichen, von was die Rede
ist, wenn in der Lektüre von einer benötigten, kritischen Masse gesprochen wird? Genau!
Es geht darum, das im Zeichen des Leidens stehende kollektive Bewusstsein, wie
durch eine Kläranlage zu reinigen. Und ich behaupte, dass genau dieses schon jetzt jeder
tut, der sich auf den Weg der Spiritualität, der Suche nach sich SELBST gemacht hat.
Er trägt, ob er will, und sich dessen bewusst ist oder nicht, zur Bereinigung, hin zum
LICHT bei. Selbst der Kritiker, der sich Lichtarbeiter nennt, aber Zweifel an
der Rechtmäßigkeit seines Handelns hat, kann sich dabei nicht mehr ausschließen.
Demnach müsste er selbst seine Suche verurteilen, die er aber gar nicht bewusst begonnen
hat. Verrückt? Ja, und ein Produkt des bewertenden Verstandes.
Hey...welch eine Befreiung, welch eine Erkenntnis? Mit dem Beginn der Suche werden wir zum
direkten Handlanger des göttlichen Willen; bewusst oder unbewusst. Warum also
sträuben?
Nun zu denen, die noch auf der Suche sind, aber durch die in ihnen vorhandene Liebe zur
Menschheit Lichtarbeit aktiv praktizieren wollen.
Die beste Form der Arbeit wird die sein, sich erstens um sich selbst, wie gerade
beschrieben, und zweitens sich um die Welt zu kümmern. Also beides parallel.
Solange wir noch nicht DAS LICHT sind, sollten wir es allerdings der
VOLLKOMMENHEIT / Gott/ SELBST, oder wie jeder es für sich benennen mag, überlassen, wie
die beste Art der Hilfe für den, oder die anscheinend Hilfebedürftigen aussehen soll.
Ich weiß, es spricht nichts dagegen, wenn wir uns zu Meditationen verabreden und
lediglich eine Vorstellung fokussieren, in der wir uns das zu Heilende als bereits geheilt
und in Vollkommenheit seiend, vorstellen. Dabei können wir natürlich die Bitte an die
EXISTENZ (oder Gott) richten, alles nötige zu tun um diesen
Vollkommeheitspunkt zu unterstützen, wenn es in SEINEM Willen liegt. Wir
sollten uns aber nicht anmaßen einen Weg vorzugeben, wie die Heilung zu erfolgen hat.
Denn, erinnern wir uns: SEINE Wege sind unerforschlich! Und: Nichts ist so wie es scheint.
So könnte die derzeitige Weltkrise nichts anderes bedeuten, als ein Sturm vor der Ruhe,
oder der Transformation bewertender Glaubensüberzeugungen.
Also: Packen wir die Lichtarbeit an und fokussieren Liebe dorthin, wo ein Mangel
offensichtlich wird und bemühen uns selbst, zum SELBST zu werden.
Namaste
Dietmar Rama-San

Beitrag von Christian Berrend - Email:
chris_smile_berrend@hotmail.com
Lieber Andromis
Danke für deine interessante Mail. Nun, es stimmt, weil die Wege zur Einheit unendlich
sind, so sind die Diskussionen über diese Wege von gleicher Natur. In der Erkenntnis,
dass wir dem einen Licht der Liebe und Wahrheit dienen, so sei dir im klaren darüber,
dass du Hilfe bekommst. Du weist schon relativ genau, welcher Art...
Hast du Lust diese Lichtarbeit weiter im Physischen zu manifestieren, dann schreibe mir
mal, wer weiss was sich alles ergeben kann?
In Liebe, Achtsamkeit und Wahrheit
Christian

Beitrag von Barbara Unverdross - Email: Barbara.Unverdross@t-online.de
Hallo Andromis,
danke für Deine Gedanken zur Lichtarbeit. Auch ichmache mir seit vielen Jahren immer
wieder Gedanken über die Lichtarbeit und "verschlinge" alles, wasmit Licht und
Energien zu tun hat - vor allem aber mit Liebe, der bedingungslosen Liebe !!!
Allerdings, wenn ich dann all die verschlungenen Informationen in mein Herz lege und sie
genau prüfe, ob sie sich für mich stimmig anfühlen, dannkann es druchaus passieren,
daß ich die eine oder andere gesprochene Information oder Meditation im Wortlaut für
mich so abändere, daß es sich wieder gut an-fühlt - und dies immer wieder mal, denn wir
wachsen ja ständig und manche gesprochenen Worte (Wünsche, Affirmationen, Absichten)
sind irgendwann erfüllt und haben sich dann erledigt - nichts steht jemals still...dies
zum Thema Meditationen.
Zum Thema - was nun falsch oder richtig bei der Lichtarbeit ist, bzw.welche Wege wir
gehen, ob wir manipulieren oder nicht, etc. - nun, all diese Fragen entstehen meines
Erachtens durch unser Ego und Bewertung oder Selbst-Bewertung... wertet die
Quelle/Gott/Schöpfung/Alles-was-da-ist? Heißt es nicht immer wieder - wir sollen einfach
SEIN.
Ich habe für mich heraus gefunden, daß wir in jedem Fall "strahlen" und damit
die ganze Schöpfung beeinflussen - wo wir gehen und stehen - ob alleine, oder in Gruppen,
ob wir alleine meditieren, oder in Gruppen - oder auch gar nichts tun - wir nehmen
Einfluß und einzig und alleine entscheidend ist, welche Wahl der Einflußnahme ich für
diese Inkarnation jetzt getroffen habe und ich kann immer wieder neu wählen. Diese Wahl
steht jedem Erdenmenschen zu und wird - egal wie auch immer - seine eigene Wahl sein.
Jeder kleinste Gedanke ist reine Energie die wir abstrahlen und damit wird - ob wir es
wollen oder nicht - alles beeinflußt. Dies ist einfach so. Warum aber zerdenken wir immer
wieder so viel, statt daß wir einfach unsere klare Wahl treffen und auch unsere Absicht
bekunden und danach leben - dieses Recht ist ALLEN gegeben und wenn wir dann die Demut
finden können zu sagen: Dies ist meine Absicht - Dein Wille geschehe - ICH BIN DU UND DU
BIST ICH und ich will Deinen Willen wollen... wo liegt dann irgendein Problem.
Eines, glaube ich, wissen wohl inzwischen fast alle Lichtarbeiter die erwachen durften und
die schon länger auf dem Weg sind - es die Zeit der Entscheidung angebrochen,die Geister
scheiden sich. Wir nennen uns Lichtarbeiter und maßen uns immer noch zuviel an - woher
wollen wir wissen, ob diejenigen, die die "Bösen" spielen, nicht allerhöchste
Lichtwesen sind, die diese schwere Last auf sich genommen haben in bedingungloser Liebe,
gerade deshalb,um vielen Erden-Licht-Wesen das Erwachen jetzt zu ermöglichen... wir ALLE
- und ich meine wirklich ALLE - sind göttliche Wesen und jeder ist im Geist absolut
reintes Licht und Liebe , göttlich...
Für mich kann es gar nicht anders sein - wir sind ALLE aus der selben Quelle enstanden
und werden ALLE - ohne Unterschied - von dieser Quelle genährt, wir sind die Quelle,
ALLE, sonst wären wir nicht...
Aber wir haben auch das Recht erhalten freiwillig unsere Erfahrungen zu wählen - in jeder
einzelnen Inkarnation oder wo auch immer: Mörder, Opfer, Märtyrer, Lichtarbeiter,
Mönch, arm, reich, behindert oder strahlend schön usw.usw - das einzige ist dabei, daß
die Gesetzte von Ursache und Wirkung gegeben sind - eben um die Dinge in Harmonie zu
bringen... was für wunderbare, absolut gerechte energetische Gesetzmäßigkeiten - somit
ist für mich Polarität und All-Ein-Sein eigentlich eine absolute Einheit, die lediglich
hier auf Erden getrennt scheint, da der Faktor Zeiterleben hinzu kommt - Illusion und
dennoch, hier eine der undendlichen Vielfalt der Wirklichkeiten.
In dieser jetzigen Wirklichkeit, hier auf unser ALLER wunderbaren Mutter Erde, wirkt nun
mal der göttliche Plan sich auf die uns sichtbare, oft schmerzliche Weise aus - kennen
wir den Plan... Wir können ihn höchst wahrscheinlich nur erahnen und - wenn wir denn
wollen - unsere lichtvollen Absichten kund tun, im Glauben, daß wir unsere freiwillig
gewählte Aufgabe erfüllen dürfen - zur gegebenen Zeit werden wir alles wissen...
Möge es uns allen beschieden sein, unsere Macht in Demut annehmen zu können, die
Verantwortung zu übernehmen, unsere Absicht klar zum Ausdruck bringen zu können und zu
erkennen - alles ist o.k -in bedingungloser Liebe.
Frage an alle: Kann das Licht der bedingungslosen Liebe jemals Schaden anrichten?
Alle großen Meister, zu allen Zeiten und aus allen Regionen der Erde - in
unterschiedlichen
Glaubenssystemen haben uns schon immer ermöglicht uns zu finden, zu erkennen - wenn wir
wollen...
Hoch lebe das Licht, mit allem was dazu gehört - ICH BIN DAS ICH BIN DURCH DICH - ICH BIN
LICHT VON DEINEM LICHT- ICH BIN FRIEDEN VON DEINEM FRIEDEN - ICH BIN GEIST VON DEINEM
GEIST - ICH BIN DU UND DU BIST ICH - ICH LEBE UND BRINGE DICH ZUM AUSDRUCK - ICH BIN FREI
UND ERLAUBE JEDEM FREI ZU SEIN - ICH DIENE DEM LICHT NACH DEINEM WILLEN;HIER UND JETZT UND
EWIGLICH...
Dies ist MEINE Absicht und ICH übernehme die Verantwortung für mich.
Dies sind meine Gedanken,wie ich sie fühle - ohne Wertung - die ich hier einfach darlege
und erlaube jedem, sie sich einfach nur anzusehen - wenn er/sie will...
Ich grüße ALLE in bedingungsloser Liebe
Barbara

Beitrag von Silvie Katz - Email: info@silvie-katz.de - Webseite: www.silvie-katz.de
Lieber Andromis,
vielen Dank für dein interessantes Info mit deinen Gedanken zur Lichtarbeit.
Ich kann deine Position sehr gut nachvollziehen - wir haben ja auch schon oft darüber
gesprochen.
Ich möchte meine Gedanken zu meinem persönlichen Verstädnnis von Lichtarbeit dennoch
hier nochmal zusammenfassen - auch wenn du sie schon kennst, es ist vielleicht doch ganz
interessant für die Öffentlichkeit:
Ich versuche, die von dir angesprochenen Polaritäten zu transzendieren, indem ich erstens
die Situatiojn, so wie sie ist, anerkenne. Dann in einem zweiten Schritt stelle ich mir
die Situation vor, wie sie sein könnte - nämlich friedlich und erlöst. Und dann, in
einem dritten Schritt, stelle ich meinen Lösungsvorschlag vor - ich stelle ihn einfach
nur gedanklich vor, ohne direkt Einfluss zu nehmen.
Und wie? Unserer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt, und ich visualisiere einfach
meinen Gedanken zur Lösung eines Problems als Artikel oder als Bild auf einer imaginären
Internetseite! Wer will, kann sie gedanklich "anklicken" und sich Anregungen
holen, wie es sein könnte, wenn...
Nun, und wer nicht will, der lässt es eben bleiben. Oder holt sich woanders eine andere
Anregung.
So vermeide ich direkte Einflussnahme und stelle Informationen zur freien Verfügung
bereit.
Liebe und Frieden sei in uns und wirke durch uns...
Silvie Katz

Beitrag von Claudia Bühler - Email: info@koerperharmonie.de - Webseite: www.koerperharmonie.de
Hallo, Andromis!
Ein Thema über dies viele Meinungen existieren wovon jede berechtigt und gleichwertig ist
(meiner unqualifizierten Meinung nach *grins*, wie auch immer ich nur meine Meinung und
Ansichten wiedergeben kann).
(...)
Abschnitt aus obigen Text: Diese Arbeit ist nicht unumstritten, da einige
Lichtarbeiter der Ansicht sind, dass wir die angesprochenen Konfliktherde auf diese Weise
sogar noch verstärken.
Antwort von Claudia: Ich weiß nicht, ob dies so ist - aber es könnte
durchaus sein. Was aber nicht unbedingt schlimm ist - ganz nach dem Motto "es ist gut
wie es ist". Was nicht heißt, dass ich kein Mitgefühl habe.
Text: Aber nichts im Außen zu tun, sondern nur unsere innere Arbeit zu
machen, ist für mich auch nicht genug und so habe ich mir über dieses ganze Thema
intensiver Gedanken gemacht.
Antwort: ? Wie kann ich etwas "nur im Innen" machen? Wie innen,
so außen. Zum Beispiel Meditieren. Wenn nur wenige Prozente der Menschheit meditieren,
dann sinkt die Verbrechensrate. Genauso andersrum: wenn ich "im Außen" etwas
tue, dann hat es auch Folgen für das Innere. Liege ich entspannt in der Badewanne, wird
mir auch innen wohlig und ruhig. Außerdem: wo ist die Trennung? Wie weit gehe ich - gehen
alle meine Körper? Wenn meine Aura so groß ist, wie ich das manchmal fühle, dann
"überkreuze" ich mich doch ständig mit anderen Personen, dann sind wir eins.
Wo fängt einer an, wo hört einer auf? Wenn ich ein Bild zweier Personen vergrößere,
ganz stark, werde ich irgendwann feststellen, dass die Grenzen immer mehr verschwimmen.
Ich glaube, dass alles, was ich innen tue auch irgendwann irgendwie nach außen kommt und
so auch andere beeinflusst. Da war auch das mit den morphogenetischen Feldern.
Text: Was dabei rausgekommen ist, möchte
ich in diesem Text zur Diskussion stellen. Dabei geht es mir weniger darum, meine Meinung
zu verbreiten, sondern dieses für uns wichtige Thema in einem gemeinsamen Austausch so zu
konkretisieren, dass wir uns anschließend vielleicht bewusster darüber sind, wie
Lichtarbeit wirklich förderlich ist.
Antwort: Ich glaube nicht, dass es nur _eine_ Meinung zum Thema
Lichtarbeit geben kann. So viele Personen, so viele Meinungen. Aber es ist
"gut", ab und an mal darüber nachzudenken und zu spüren wie unsere
Glaubenssätze sind. Wenn wir dann feststellen, dass sie uns nicht mehr dienlich sind -
dann können wir sie ändern.
Text: Wir erleben diese Welt in den Polaritäten "Gut &
Böse" oder "Licht & Dunkel".
Antwort: Ja, selbst wenn ich möglichst nicht ein-teile bleibt doch so
einiges wie Tag und Nacht... das kann ich nicht ändern. ;-) Wohl aber meine Einstellungen
zu vielen Dingen.
Text: Leicht identifizieren wir uns mit den "Guten" und mit dem
"Licht" und unsere Bemühungen gehen dann dahin, was eben nicht "gut"
ist oder nicht "Licht" ist, zu bekämpfen.
Antwort: ... was leider nix bringt, weil wir mit dem Kampf dagegen viel
Energie dahineinbringen wo wir gar nicht wollen.
Text: Wer weniger kämpferisch veranlagt ist, möchte diese dunkleren
Aspekte wenigstens gerne auf harmonischeren Weg zurück ins Licht führen. Ich selber will
mich da nicht ausschließen, denn ich fühle genauso.
Antwort: Das ist wohl bei vielen so. Es fällt mir nicht unbedingt
leicht, meine Schattenseiten zu akzeptieren. Aber dies "muss" wohl sein. Auch
verdrängen ist nicht der rechte Weg. Ich bin ein recht guter Verdränger (gewesen?) und
dann macht es ab und zu *bum* und ich war ganz schön erstaunt darüber. :-) Aber ich
bleibe an meinen Themen dran. ;-) Und: mich so zu lieben, wie ich bin. Gerade gestern
blätterte ich in einem Buch (was zur Zeit recht selten vorkommt) und da stand dann (oder
so ähnlich) ich werde geliebt, wie ich bin, ich bin so o.k wie ich bin - _weil ich
genauso sein sollte_. Ich hatte irgendwie ein paar Tränen in den Augen, obwohl ich das
schon lange "weiß" (ich hab mit der Zeit gemerkt, nur wissen und denken bringt
nix) hab ich es nie richtig verinnerlichen können. Viel Denken - aber ich kenne das nicht
anders bei mir. Schon immer hatte ich einen Kopf voller Gespräche, Ideen, Visionen. Aber
viel hab ich davon nicht verraten, hab mit mir selber Zwiegespräche geführt, hab alles
was ich gerade durchdacht hatte gleich wieder bezweifelt, gegrübelt,... Aber wenn es
nicht so wäre, wär ich echt überrascht. :-)
Text: Hier setzt die Vorstellung einiger Lichtarbeiter an, dass wir auf
diesem Wege der alleinigen Fokussierung auf das Licht und auf das Gute, die Trennung in
der Polarität nur noch mehr verstärken und deshalb unser Ziel, die Einheit von Licht
& Dunkel, verfehlen. Leicht könnte sich diese Beinflussung auch manipulativ
auswirken. Für sie wäre Lichtarbeit am wirkungsvollsten in dem Bemühen, die
Polaritäten in uns aufzulösen, mehr Licht, Liebe & Frieden in uns selber zu
erkennen. Diese Arbeit an sich selber wäre dann die bestmögliche Arbeit für diesen
Planeten mit all seinen Krisenherden.
Antwort: Wirklich ändern kann ich "nur" mich selbst. Manche
sagen, es gibt nur einen selber. Alles andere sind Spiegel. Will ich mein Spiegelbild
ändern? Wenn ich ALLES mit Liebe behandle (auch das Dunkel), dann dürfte es die Trennung
nicht verstärken. Wenn ich sage, alles ist gut wie es ist (für diese Ansicht hab ich
schon vor Jahren Haue bekommen) stärke ich die Einheit. Je weniger Vorstellungen wir
haben, desto besser wird es uns gehen. Wenn wir die Vorstellung haben, _alles_ gehe hier
friedlich zu werden wir wohl enttäuscht. Ich kann mir auch nicht gut vorstellen, dass es
in der Dualität nur Friede-Freude-Eierkuchen geben kann. Aber: wir können vielleicht die
einzelnen Pole annähern. Zum Beispiel: Lebensmittel. Einige haben Überfluss, andere
verhungern. Würden wir alles verteilen (wenn wir das _wirklich_ wollten, dann würde es
für alle reichen), dann gäbe es vielleicht nur noch viel/genug statt alles/nichts. Einen
Weg der Mitte gehen. Aber das muss ein anderer erklären, ich spring bei manchen Dingen
immer noch von Pol zu Pol.
Ich habe auch festgestellt, dass es bei mir eine Grenze gab zwischen
Spiritualität/Familie und Meditation/Alltag. Diese Grenzen habe ich selber abgesteckt -
und ich war todunglücklich. Eine Freundin meinte, das wäre Quatsch - als spirituell
Denkende wäre ich auch gegenüber meiner Familie und im Alltag trotzdem spirituell - und
alltäglich. Harmonisch vereint. Weil: ich kann es ja nicht einfach abschalten. Die
Grenzen verwischen, festzustellen, eines ist im anderen vorhanden, das hat mir viel
gebracht. Alles ist eines - wie eine Münze mit 2 Seiten. Mal geht es mir gut, dann wieder
nicht. Es liegt an mir, was ich draus mache, wie ich es be-werte.
Text: Nun sind unsere Aufgaben als Lichtarbeiter eben sehr vielfältig
und was für den einen passend ist, muss somit nicht auch auf andere zutreffen. Aber ich
möchte auf diesen Punkt gerne näher eingehen, um hier mehr Verständnis für einander zu
gewinnen.
Antwort: Ich finde es wunderbar, dass Du auch so denkst. Es gab in
Lichtgruppen schon so einen Kleinkrieg weil einige meinten, wir müssten sofort helfen
(liebevolle Gedanken senden, beten,...) und die anderen die abwartend waren Haue bekommen
haben. Wirklich verblüffend, dass das in so "lichten" Gruppen passiert. Sind
halt auch "nur" Menschen. ;-)
Unsere Rolle als Lichtarbeiter scheint gespalten zu sein.
Antwort: Es wäre ja auch langweilig, wenn jeder genau das gleiche machen
würde. Es gibt doch so viele Möglichkeiten, etwas zu tun. Tue jeder nach seinem Herzen,
seiner inneren Stimme.
Text: Wie schon beschrieben, leben wir in einer Welt der Polarität, die
zwar in der Auflösung begriffen, aber in der planetarischen Politik immer noch deutlich
wahrnehmbar ist. Andererseits ist es unser Bemühen, diese Polarität zur Einheit zu
führen. Nun hat die Einheit die wunderbare Fähigkeit, dass sie alle ihre polaren Aspekte
anzunehmen vermag. Damit verurteilt sie auch keines der Wege, die benutzt werden, sie zu
erreichen - egal ob direkte oder indirekte Wege, denn alle führen in die Einheit. Diese
Wege sind auch wieder sehr individuell, da sie ausgerichtet sind auf die Entwicklungswege
der betroffenen Menschen oder Völkergruppen.
Antwort: Es gibt sooooo viele Wege. Ich würde mich auch gar nicht auf
einen beschränken wollen. Zum Glück ist auch die Zeit der "Gurus" so langsam
vorbei die jeweils den einzigen Weg zum Ziel kennen. Sicherlich gibt es noch welche - so
lange es andere gibt, die gerne Anhänger sind und ihre Verantwortung abgeben möchten.
Ich finde es immer lustig, wenn ich sehe wie einige "ihren Weg" als den einzigen
wahren ansehen. Dann grins ich mir eins und geh (meinen Weg) heiter weiter.
Text: Damit will ich ausdrücken, dass wir auf die Konflikte oder Krisen
unseres Planeten sicherlich genauso individuell reagieren müßten, wie in den Beratungen
zur Lebenshilfe auf die persönliche Situation eines Klienten. So könnte es Konflikte
geben, in welchen es jetzt gerade notwendig ist, eine klare Position für mehr Licht und
Frieden zu vertreten.
Antwort: Ja - jede Situation ist anders. Auch ändern sich Situationen
ständig. Vom Kopf her werden wir nicht feststellen, wo einzugreifen ist. Da müssten wir
erst versuchen, festzustellen was die Tatsachen sind - die reinen Tatsachen - ganz ohne
Bewertung, Vor-Urteile. Wir müssten uns genau einfühlen in die betreffenden
Personengruppen und jede Seite gleichwertig betrachten.
Text: Dabei sollte uns aber bewusst sein, dass wir damit auch in die
Polarität zu dem herrschenden Krieg oder der Gewalt treten
Antwort: Wenn wir uns für _beide_ Seiten einsetzen, dann sicherlich
nicht. Nur wenn wir im Konflikt einteilen zwischen "Opfer" und
"Täter". Ja - manches scheint so offensichtlich, und die Gewohnheit, Schuld zu
verwenden und sich hauptsächlich um das Opfer zu kümmern ist recht bequem. Wenn wir uns
in einem Konflikt einsetzen wollten, dann müssten wir sehen, wie wir beiden helfen - den
Schlagenden und den Geschlagenen. Jeder ist wichtig. Warum greift einer an? Was ist
geschehen, dass er keine andere Möglichkeit sieht? Ein Kampf entsteht immer aus
Verzweiflung - weil einem nichts anderes einfällt. Der Täter braucht Hilfe - keine
Strafe. Jetzt fragt mich aber bitte nicht nach einem humanen und sinnvollen
"Straf"vollzug, da muss ich passen.
Text: Wenn wir das Bedürfnis haben so zu handeln, dann mögen wir in
dieser Situation auch darauf vertrauen, das alles seinen Sinn hat. Auch wenn wir auf diese
Weise die Auseinandersetzung sogar noch verstärken, weil wir die Polarität zwischen dem
Licht und dem Dunkel stärken. Die Polarität zu stärken, heißt in diesen Fällen
sicherlich auch, den Konflikt mit unserer Lichtarbeit noch zu verschärfen und damit das
von den betroffenen Menschen gefühlte Leid sogar noch zu erhöhen. Hier bitte ich aber
darum, diesen Weg nicht gleich pauschal zu verurteilen, denn möglicherweise haben sich
die in dem Kriegsgebiet lebenden Menschenseelen genau jenen Weg zur Einheit ausgewählt.
Antwort: Manchmal muss es wohl "richtig weh" tun. Schmerz -
körperlich und seelisch ist wohl ein "gutes Mittel" zu wachsen. Nicht nur im
Krieg, auch bei uns selber - Krankheiten zeigen uns oftmals schmerzhaft, das etwas nicht
stimmt. Sehr schmerzhaft manchmal...Ich habe durch unangenehmste Dinge viel lernen
dürfen.
Text: Ähnliches kennen wir sicherlich alle bei uns selber: Oft treten in
unserem Leben unangenehme Umstände auf, die unser inneres Leid solange verstärken, bis
wir den entscheidenden Willen aufbringen, wirklich etwas für uns zu klären. Und deshalb
stelle ich mir vor, dass sich die Konfliktsituationen in unseren Krisengebieten unter
Umständen auch weiter verschärfen müssten, bis die Beteiligten endlich bereit sind, aus
eigenem Wunsch heraus den Krieg zu beenden und Frieden zu schaffen. Und erst wenn ein
Konflikt an diesem Wendepunkt angekommen ist, wirkt unsere Lichtarbeit nicht mehr
polarisierend, sondern harmonisierend.
Antwort: Eine kleine Geschichte, ein wenig drastisch. Wenn ein Frosch in
warmes Wasser geworfen wird und das immer heißer gemacht wird, dann ist das zwar
unangenehm, aber man gewöhnt sich langsam dran - der Frosch bleibt also drin. Schmeiß
ihn aber in kochendes Wasser, er wird sofort rausspringen. Diese Story erreichte mich, als
ich grad fast durchgebraten war... Und es stimmt bei mir. Ich kann jahrelang vieles
ertragen. Mecker leise vor mich hin. Aber wenn dann noch ein Tropfen in das volle Fass
kommt, dann *großer Badabum*, gibt es kein Halten mehr. Und jeder wundert sich, dass ich
bei einer Kleinigkeit zur Furie werde - ich manchmal auch. :-)
Text: Manchen Lichtarbeitern wird dies sicherlich nicht gefallen und sie
werden sich dann eher von der Lichtarbeit zurückziehen wollen, um nicht diesen
gegenteiligen Einfluss auszuüben. Aus meiner Sicht handeln wir dadurch aber nicht
unbedingt schlecht. Einerseits urteilt das Universum oder die Quelle nicht über uns,
sondern nur wir urteilen über uns selbst, und andererseits mag es für uns entscheidender
sein, mit welcher Motivation und in welchem Bewusstsein wir handeln. Wenn wir uns also
schuldig fühlen, dann steht uns unser eigenes Gefühl der Verurteilung im Wege.
Antwort: Es soll jeder so handeln oder nicht-handeln wie er glücklich
damit ist. Schuld machen wir selber. Opfer gibt es keine. Es gibt keine Regel, wie wir
reagieren sollten.
Text: Alles was wir an Lichtarbeit tun, machen wir aus meiner Sicht als
Kanal für Gott, das Universum oder die Quelle. Wie wir uns auch verhalten, immer wirkt
diese allumfassende Kraft durch uns und über uns zu den Menschen auf diesem Planeten. Und
immer steckt hinter diesem Handeln ein Sinn, auch wenn er uns meist verborgen bleibt.
Antwort: Wir sind ein Teil Gottes. Wir sind Liebe. Wir werden geliebt wie
wir sind, weil wir sind. Wir sind frei. So zu handeln wie wir wünschen. Auch
"böse" - so frei sind wir. Allerdings gibt es das Gesetz der Reaktion auf eine
Aktion. Keine Strafe, sondern einfach eine Folge meiner Taten. Ich weiß nicht, ob alles
seinen Sinn hat. Es hat wohl alles seine Berechtigung, seinen Grund.
Und was bei allem gaaaaanz wichtig ist und nie vergessen werden sollte: der Humor. Über
uns lachen können und mal nicht alles allzu ernst nehmen. Wird dies nicht auch Maya
genannt? Ist nicht in _jedem_ Schlechten etwas Gutes?
Bei einem Seminar gab es eine kleine Übung. Ganz einfach die Dinge loswerden, die wir
nicht mehr brauchen und nicht mehr wünschen. Ein wichtiger Teil dabei (außer genau zu
formulieren - was will ich denn wirklich?): sich bedanken und mindestens 3 Dinge darüber
sagen, für was es uns genutzt hat. Was hilft mir z.B. meine Unsicherheit, meine Wut, mein
kleines Selbstwertgefühl, meine Schattenseiten,.... Doch, es gibt gute Gründe. Weil:
sonst wär es doch nicht so, wenn wir es nicht notwendig hätten. Es hat uns geholfen. Und
sei es, an einen Punkt zu kommen wo ich sagen kann "danke, es war notwendig doch nun
habe ich gelernt, dass ich das nicht mehr brauche"...
Das Leben ist schon eine spannende Sache. ;-)

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