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Eine Fabel unserer Zeit...

Aus dem Buch: Grenzenlos Leben auf einem begrenzten Planeten
Autorin: Solara - Webseite: www.nvisible.com

 

 

Unsere Reise durch das Gebirge der Dualität war lang. Sie begann in der Morgendämmerung der Zeiten und geht weiter bis zum Ende der Zeiten. Wie viele Sonnenuntergänge wird es dauern, bis die Neue Dämmerung anbricht?

Viele Male sind wir gestolpert und gefallen. Zerschunden und zerschlagen, geschwächt von Zweifeln und Ängsten, raffen wir uns doch immer wieder auf und gehen weiter. Manchmal kommen wir schnell voran – Bilder ziehen unscharf an uns vorüber. In der gespannten Erwartung von etwas Neuem beschleunigen wir den Schritt. Manchmal geht es schmerzlich langsam – ein Fuß nach dem anderen, als wateten wir durch zähen Matsch.

Auf dem Weg haben wir vieles gelernt, was uns nützlich ist, und auch ein wenig Weisheit. Wir kennen jetzt ein paar Tricks dieser dreidimensionalen Welt. Wir können ein Konto ausgleichen und ein Auto lenken. Wir finden den Weg durch überfüllte Einkaufsstrassen und verstopfte Autobahnen. Wir können gescheit über die letzte politische Krise oder den letzten Skandal einer Berühmtheit reden. Unsere großartige Erfindung des Geldes hat uns den Unterschied zwischen arm und reich gelehrt. Wir wissen, dass wir mit genügend Geld und materiellen Gütern bessere Menschen werden und vorübergehendes Glück erlangen.

Wir haben unser Leben hübsch sauber und präzise eingerichtet. Alles ist festgelegt und an seinem rechten Platz. Wir haben unseren Planeten in viele kleine Länder aufgeteilt und jedem Land seine besondere Kultur zugewiesen. Jedem, dem wir begegnen, haben wir seine Rolle zugeteilt und unzählige Barrieren aufgerichtet, so dass nichts unsere ordentliche kleine Welt stört.

Auf unserem Weg durch das Gebirge kamen wir auch in hautnahe Berührung mit der Natur. Sie war einfach zu wild und unberechenbar. Da musste etwas getan werden, sonst hätte sie uns aufgehalten. Mit unseren besten menschlichen Fähigkeiten begannen wir mit unserer Herrschaft über unsere Umwelt, so gut es eben ging; unsere moderne Technologie war dabei eine hochwillkommene Hilfe. Desgleichen unser gefräßiger Appetit auf immer größere Mengen natürlicher Rohstoffe. Gattungen begannen auszusterben – aber vielleicht waren sie ja schon überholt. Wir hatten auch gar nicht mehr ausreichend Platz, um ihnen noch ungestörte Lebensräume zu lassen.

Uralte Waldriesen, die unsere planetarische Matrix hielten, wurden einfach gefällt. Brauchten wir nicht das Holz? Auch in Wetterabläufe wurde eingegriffen, alles im Namen des Fortschritts. Wir lobten uns für unsere Klugheit. Wir waren Menschen, und Menschen haben die Macht über diesen Planeten!

Während wir all diese Wunder des Fortschritts und der modernen Technik schufen, schritten wir auf einem mit gebrochenen Herzen übersäten Weg. Die Erde wurde zu einem Planeten der gebrochenen Herzen. Wir alle lechzten nach Liebe, aber wir hatten keine Ahnung, was das ist. Wir besaßen nur ein winziges, verzerrtes Modul, dass starre, vorbestimmte, begrenzte Vorstellungen von Liebe enthielt. Wir waren kleine Wesen, die verzweifelt versuchten, mit noch kleineren Herzen zu lieben. Und welche Schmerzen erlitten wir alle im Namen der Liebe!

Damals am Anfang, gliederten wir uns in unterschiedliche Stammesgruppen ein, um unser Blut rein zu erhalten und uns zu erinnern, warum wir hier sind. Als das schließlich fehlschlug, splitterten wir uns in eng geschlossene Familieneinheiten auf. Damit hatten wir wieder eine begrenzende Struktur geschaffen, um unsere engsten Beziehungen festzulegen. Wieder wiesen wir jedem seine vorgeschriebene Rolle zu und erwarteten, dass nun alles ordentlich vonstatten ginge.

Aber das geschah nicht. Denn bald entdeckten wir, dass es uns nicht erfüllte. Es fehlte etwas. Da war ein riesiges, klaffendes Loch in unserem Leben, das uns immer unzufriedener machte. Irgend etwas war völlig verkehrt. Dennoch schleppten wir uns weiter den Berg hinauf und versuchten, die alles durchdringende Leere abzuschütteln, die immer da war, ganz gleich, was wir taten.

Wir begannen nach einem Sinn zu suchen. Versuchten raschen Trost in einem Glauben zu finden, der uns erlauben würde, so weiterzumachen wie zuvor und Veränderungen zu vermeiden. Da aber war kein Trost zu finden. Weit verstreut auf dem Planeten suchten, einzelne Erleuchtete nach einer höheren Wahrheit. Sie fasteten, hofften auf Gesichte, nahmen Zaubertränke zu sich – taten alles, was ihren Bewusstseinszustand veränderte und größeres Verständnis versprach

Empfangene Offenbarungen wurden zu Grundlagen der Religionen. Jetzt hatten wir alle ein Ziel, an das wir glauben konnten. Wir brauchten die Wahrheit der Existenz nicht mehr selbst zu entdecken, das hatte schon ein anderer für uns getan. Das schien so leicht, bis wir entdeckten, dass dieses Wissen aus zweiter Hand hohl war. Diese Erkenntnis erfüllte uns mit einer noch größeren Leere als zuvor.

In die Leere zurückgeworfen, zurück in uns selbst, setzten wir unseren einsamen Weg durch das Gebirge der Dualität fort. Das bringt uns zu unserem jetzigen Leben, wo die Menschheit begann, Quantensprünge zu vollführen. Es gab ein großes spirituelles Erwachen. Die vierte Dimension wurde verankert, und dann die fünfte. Tore öffneten sich und Welten begannen zusammenzubrechen. Die Dualität fing an sich aufzulösen. Alles, was wir erschaffen und anerkannt hatten, fiel auseinander. Unsere großen Institutionen, unsere Gepflogenheiten, unsere Lebensweise, unsere festen Glaubensregeln, unser Verständnis von der Liebe, erwiesen sich als unwirksam und unerleuchtet. Sie sind voller Löcher, zerfressen von Würmern des Verfalls und der Korruption.


Eine Neue Welt wartet auf uns

Während unserer Reise haben wir so viele Schichten abgelegt, unsere Zellen selbst ganz neu geordnet, uns bis aufs Mark entblößt; immer wieder alles hingegeben. Wir haben gelernt, mit dem Einen Herzen zu lieben, alles und jeden in Einheit zu umfangen. In dem wir unser tiefinnerstes Selbst wieder an uns nehmen, werden wir neu geboren.

Endlich ist der Gipfel des Bergmassivs in Sicht, bald sind wir da. Jetzt haben wir fast das Ende der Zeit, den letzten Sonnenuntergang der Dualität erreicht. Wir wissen, dass das, was vor uns liegt, ganz anders sein wird als alles, was wir bisher kannten.

Lass uns die letzten Schritte zum Gipfel gemeinsam tun. Jeder unserer Schritte macht uns freier. Jeder Schritt führt uns tiefer in die Größere Wirklichkeit. Fühle, wie sich die letzten Schichten lösen, wenn endlich DU zum Vorschein kommst. Ein Erd-Stern-Wesen. Klar und heiter. Wirklich und sprühend vor Leben!


Wir sind die Neue Welt. Sie ist hier und sie ist jetzt!

Das Unsichtbare verankert sich sanft im Körperlichen und wandelt alles. Die Zweiheit löst sich auf. Inseln des Lichts entstehen, wo wir in den höheren Frequenzen der Einheit zusammenleben können. Die Größere Liebe breitet sich auf dem Planeten Erde aus.


Die Große Frage…

War das alles nur ein wunderschöner Traum, ein schlummerndes Potential? Oder gelingt uns wirklich der Quantensprung in die Einheit? Bringen wir eine Neue Welt ins Sein?

Die Antwort hängt von DIR ab!

 

Grenzenlos leben auf einem begrenzten Planeten

Herausgegeben im Ch. Falk Verlag - ISBN: 3-89568-031-1

 

 

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