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Ich vergebe

Eine Zusammenfassung des Inhalts des Buches von Colin C. Tipping
von: Knut Jung - Email: knutjung@web.de

 

 

Wie der Opfer-Archetyp als vorherrschendes Modell in meinem menschlichen Dasein aufgegeben, transformiert und dann durch den Archetypus des Vergebenden ersetzt werden kann, beschreibt dieses für mich Wunder - wundervolle Buch:

Unzufriedenheit, Angst, Depression, Schmerz ist ein sicheres Zeichen, dass ich aus meinem inneren Gleichgewicht geraten bin. Angst, als Beispiel, entsteht indem ich Erfahrungen der Vergangenheit in die Zukunft bringe. Und für meine Erfahrungen mache ich meist andere verantwortlich. Auch bin ich mir des Glaubens über mich selbst häufig nicht bewusst. Falls doch denke ich meist, meine Interpretation über mich selbst entspricht immer der absoluten Wahrheit. Zum Beispiel erlebe ich mich mit: „Etwas in mir ist sicher nicht in Ordnung“ oder „Ich bin nicht richtig“.

Die in dem Opfer-Dasein gebundene Energie befreie ich und nutze sie für meine Radikale Vergebung. Mit dieser Energie können dann ständige Gedanken an die missliche Vergangenheit und schwere Zukunft sowie an mein Opferbewusstsein vollständig losgelassen werden. Das Leben kann sich dadurch im Hier und Jetzt, in jedem gegenwärtigen Moment ganz bewusst entfaltet. Um dort hin zu kommen, bedient es sich oftmals einer Schocktherapie mit einer traumatischen Erfahrung, einer katastrophalen Situation, einem Unfall oder einer unerwartet schweren Erkrankung. Dies zwingt mich dann, mich auf den gegenwärtigen Augenblick ganz und gar zu konzentrieren.

Das Ziel ist es, Weg von Angst, Mangel, Kontrolle, Machtmissbrauch und HIN ZU echter Radikaler Vergebung, bedingungsloser LIEBE und innerem tiefen Frieden zu kommen. Ein solcher mitfühlender Frieden ist in mir immer dann präsent, wenn ich alles so hinnehme, wie es gerade ist. Mit der inneren Gewissheit, dass sich alles zu meinem Besten fügt. Eine gute Voraussetzung dahin auch zu kommen, besteht darin, dass ich mir mit meinem Ego nicht selbst im Wege stehe.
Die von MIR = meinem Höheren SELBST erzeugten Lebensumstände dienen mir zu lernen, um innerlich daran zu wachsen. Und zwar immer dann, wenn ich bereit bin, durch die damit verbundene Erfahrung auch tatsächlich hindurch zu gehen.

Dabei geht es darum, meinen Abwehrmechanismus mit Unterdrückung, Verdrängung und Projektion zu durchschauen, den mir mein Ego vorspiegelt und mich dadurch in die Opferrolle treibt. Mein Ego besteht aus einer Ansammlung von Überzeugungen und schafft ständig Ereignisse, Umstände, Situationen, die diese Überzeugungen auch bestätigen. Die Unterdrückung dient normalerweise dazu, um überwältigende Emotionen von Angst, Wut oder Schuld völlig auszublenden. Dafür ist die Unterdrückung ein hochwirksamer Schutz. Ereignisse und Emotionen werden damit in vollkommener Weise aus meinem Tagesbewusstsein für Tage, Wochen, Jahre oder für den Rest des Lebens ausgeblendet. Auf eine ähnliche Weise agiert die Verdrängung. Diese geschieht allerdings immer ganz bewusst, also aus dem Tagesbewusstsein heraus. Ich weigere mich dort, mir bestimmte Ereignisse, Situationen, Gefühle und Emotionen anzusehen.


Bei der Projektion geschieht exakt das Gegenteil. Hier projiziere ich meine unterdrückten Emotionen nach außen auf Mitmenschen. Sobald ich beginne, über etwas oder jemanden zu urteilen, bin ich bereits beim Projizieren. Ich mache andere dafür verantwortlich für das, was „schlimmes“ mit mir oder in der Welt gerade passiert. Dabei wären die daran beteiligten Mitmenschen völlig austauschbar, da es in Wirklichkeit immer nur um mein Thema und nie wirklich um Personen geht. Die Medien z. B. bieten dafür ein unerschöpfliches Reservoir an Sündenböcken. Der einzige Zweck, dass Mitspieler in meinen Dramen auftreten, besteht darin, mein jeweiliges Drama überzeugend zu inszenieren. Dabei ist es an der Tagesordnung, dass Teile meiner „Geschichte“ immer wieder neu inszeniert werden, bis ich schließlich den Sinn und Zweck dahinter verstehe. Habe ich das dann endgültig in meinem Tagesbewusstsein verankert, kann ich heilen.

Also Achtung: Alles was ich angreife und verurteile hat immer mit mir zu tun. Ich fühle mich angegriffen und reagiere aus der Opferhaltung. Nun habe ich jeweils die Freie Wahl, mich weiterhin als Opfer der Umstände zu sehen oder die Situation für mich als eine Chance für Heilung, Lernen und Wachstum zu nutzen. Die Aufgabe dafür besteht darin, mir all das ins Bewusstsein zu rufen, was es in mir zu heilen gilt.

 

Alles ist vollkommen, so wie es jetzt ist!
Jeden Moment besteht die Gelegenheit zur bewussten Heilung,
vorausgesetzt ich verstehe die Zeichen und entscheide mich
ganz bewusst für Heilung und Wachstum.

 

Herkömmliche Pseudo-Vergebung versucht die Operrolle und Schuldzuweisungen zu überwinden. Sie bleibt dann jedoch in der Opferhaltung stecken und nichts ändert sich.

Radikale Vergebung basiert auf dem Grundgedanken, es ist niemals irgendetwas Schlimmes geschehen und daher ist auch nichts und niemandem irgendetwas zu vergeben. Es hat in Wirklichkeit nie ein Gut und nie ein Schlecht gegeben. Auch ist niemand zum Opfer eines anderen geworden und es findet keinerlei Schuldzuweisung statt. Die Bereitschaft zur Vergebung ist dennoch in vollkommener Weise vorhanden. Radikale Vergebung ist eine Interaktion von Seele zu Seele. Diese finden auf der Seelenebene eine Verbindung. Dort tauschen sie sich aus und akzeptieren einander bedingungslos. Falsche Überzeugungen und Wahrnehmungen heilen nun durch diese Verbindung. Damit löst sich der Opferimpuls völlig auf und ich bekomme immer mehr die Macht über mein Leben zurück.

Drei Fragen, die sich jeder einmal stellen sollte:
        1.) Was ist vollkommen an dem, was mir passiert ist?
        2.) Worin zeigt sich mir die mögliche Vollkommenheit?
        3.) Wie kann ich meine Sichtweise verändern, um frühere Fehlwahrnehmungen

             und falsche Überzeugungen aufzulösen, um dann die Vollkommenheit jeder
             Situation zu akzeptieren?

Am Beginn des Prozesses steht fast immer eine umfassende Verarbeitung von Gefühlen. Meist das Gefühl zum Opfer gemacht geworden zu sein. Dann erfordert es die Öffnung meiner anderen Wahrnehmung, um die Dinge aus einer höheren (auch spirituelleren) Perspektive zu sehen und dadurch dann meine alten Überzeugungen zu überwinden. Darin liegt nun die Wirksamkeit der Radikalen Vergebung: Das Loslassen der Opferrolle! Das ist dann der Schlüssel für Gesundheit, Fitness, Freude, Balance, Wohlstand.


Ich übergebe die Angelegenheit der höheren Macht in MIR und akzeptiere danach alles das, was nun geschieht. Ich lasse mich nun in vollkommener Weise auf das Leben ein und ich vertraue. Dann bekomme ich vom Leben immer das, was ich wirklich brauche. Ich fühle mich getragen und umsorgt – selbst wenn ich dies auf den ersten Blick nicht erkennen kann. Und alles, ja alles wovon ich erfahre und was in mein Leben tritt, hat dann auch mit mir zu tun, denn sonst hätte ich davon wiederum nichts gehört, gesehen, geschmeckt, gerochen oder gefühlt.

 

In der Radikalen Vergebung vergebe ich bedingungslos jeder
Person, durch die etwas vermeintlich „Schlimmes“ mir oder auch
anderen geschieht. Wenn ich dazu noch völlig die Kontrolle über
meine kleine Welt aufgebe und mich ganz und gar dem Leben –
dem was auch immer ich er-lebe – hingebe, dann ja dann heile ich
den Schmerz, der die Projektion ausgelöst hat. Damit kann ich nun
auch das karmische Gesetz von Ursache und Wirkung überwinden.

 

Eine Grundvoraussetzung ist allerdings nichts mehr zu verdrängen, abzuwehren oder zu projizieren. Ich muss das alles erfahren und es sogar auch noch lieben, so wie es ist! Die Akzeptanz einer allumfassenden LIEBE, mein innerer Frieden und die Freude am Leben können diesen Prozess unterstützen. Mein Handeln aus der präsenten Gegenwart mit Klarheit und mit Konzentration auf meine voll bewussten Gefühle entwickelt dann mein Bewusstsein auf einer höheren / tieferen Stufe weiter.


Was hat dann dazu geführt?
Vergebung und Akzeptieren verändert die Energie.
In meinen Zellen haben sich zwischen den Atomen und den Molekülen Emotionspartikel abgelagert und damit buchstäblich den Filter verstopft. Sobald die Emotion ein Partikel geworden ist, wird es für den Körper schwer es wieder freizusetzen. Und Ansammlungen solcher Emotionspartikel können zu Krankheiten auswachsen.

Habe ich noch mindestens 40 % meiner eigenen ursprünglichen Körperenergie zur Verfügung, kann sich mein Energiekörper von emotionalem Unrat und Vergiftungen noch selbst befreien. Es wird dann die blockierte Energie freigesetzt. Diese kann dann in meinem Körper und auch zu allen anderen Menschen wieder frei fließen. Diese wiederum können ihrerseits Blockaden abbauen und so setzt sich eine Kettenreaktion in gang.


Anmerkung:
Die physische Realität meiner feststofflichen Welt beruht auf einer Illusion meiner fünf Sinne. Die scheinbar feste Materie, auch die meines Körpers, besteht allerdings lediglich aus ineinander greifenden Energiefeldern, die in verschiedenen Frequenzen schwingen. Meine Sinne erschaffen, nach allem was mir bekannt ist, diese Illusion so perfekt, dass ich als Person im Hier und Jetzt das Gefühl habe, diese erlebte und gelebte Realität sei die Wirklichkeit allen Seins. – Dem ist allerdings nicht so!

 

 

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