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Der Tod vom Papst Johannes Paul II. und der neue Papst Benedict XVI.

von: Andromis - Datum: 05.05.05

 



Die Zeit nach Ostern mit dem Tod von Papst Johannes Paul II. und die Wahl Joseph Kardinal Ratzinger zum neuen Papst Benedict XVI., ist für viele sehr bewegend gewesen, darunter auch für Menschen die sich mit der katholischen Kirche an sich nicht beschäftigen.

Aus meiner Sicht hat sich durch diese Ereignisse ein weiterer Schritt hin zu den immer deutlicher werdenden Wandel der menschlichen Gesellschaft zu mehr Frieden und Freiheit, Respekt und Mitgefühl, gezeigt. Die Veränderungen im Vatikan sind für mich deutliche Hinweis, auch weil sie die Themen Glauben, Religion, Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Kirche, u.a.m. in die Medien gebracht.


Der Tod Johannes Paul II.

Manchem ist zu diesem Zeitpunkt erst bewusst geworden, was der Johannes Paul II. für den Frieden auf dieser Welt wirklich getan hat. So dogmatisch er an den traditionellen Glaubenssätzen der Kirche festgehalten hatte, so offen ist er auf andere Religionen zugegangen und hat um Vergebung gebeten für das, was Rom den Völkern in den vergangenen Jahrhunderten angetan hat; eingeschlossen dem, was die Juden im zweiten Weltkrieg erlebt hatten.

So wuchs in mir das Bedürfnis ihm zu danken für die Wege, die er zur Verwirklichung einer friedfertigeren, freiheitlicheren und menschenwürdigeren Welt gegangen ist. Für mich ist er auf seine Art ein "Lichtarbeiter" gewesen. Ein Mensch mit dem göttlichen Auftrag, die Kirche wieder zu mehr Mitgefühl und Barmherzigkeit zu führen, sie wieder mehr auf den Weg des Christus zu lenken.

Mit seiner Kraft und seiner Ausstrahlung hat er noch in Sterben Millionen Menschen angesprochen, hat sie dazu bewegt, spontan Tausende von Kilometern zu reisen, sich stundenlang in einer langen Schlange auf dem Petersplatz anzustellen, um ihn ein letztes Mal zu sehen - auch wenn es nur für eine Minute war.

Mich haben die Bilder von den Gläubigen, die auf dem Petersplatz und an anderen Orten offen Ihre Gefühle gezeigt haben, sehr berührt, denn ihre Trauer war deutlich zu führen. Damit hat die Kirche mit diesen Ereignissen eine, wie ich finde sehr deutliche Botschaft erhalten: Wenn sie authentisch ist, wenn sie ihre Herzen öffnet, wenn sie offen ist, wahre Menschlichkeit zeigt und keine falsche Scheinheiligkeit an den Tag legt, dann erreicht sie die Menschen auch. Und dann erreicht sie auch gerade die Jugend, welche nicht nur die Zukunft der Kirche ist, sondern die der ganzen Welt.

Johannes Paul II. hat uns in seinen letzten Tagen verschiedene Botschaften auf unseren Weg gegeben. Zuerst geht es um das Leiden, dies aber in der Betonung, dass wir durch unser Leid hindurch gehen mögen, was er ausdrückte durch seine Worte "Ich bin froh, seid Ihr es auch!".

Seine letzte Botschaft findet sich im Zeitpunkt seines Todes. Dieser geschah am 02.04.2005 um exakt 21:37 Uhr - wie es offiziell bekannt gegeben wurde. In beiden Zahlen findet sich in der Quersumme die Zahl 13 wieder. Im Datum: 2+4+2+5=13 und in der Uhrzeit: 2+1+3+7=13.

Die 13 steht für mich für die Wandlung zu unserem Inneren Christus, denn Jesus war der 13. von seinen zwölf Jüngern. Die 13 ist auch im Maya-Kalender eine sehr wesentliche Zahl zugleich mit einer irdischen Bedeutung: Der Mond umkreist die Erde nämlich im Laufe des Jahres 13mal und nicht 12mal.

Mit der 13 brechen wir aus den traditionellen Strukturen unserer Zeitrechnung aus (2x12 Stunden am Tag, 5x12 Minuten in der Stunde, 12 Monate im Jahr), welche uns von den atlanteischen Geheimgesellschaften durch das alte Ägypten gegeben wurden. Damals entfernten wir uns von Mutter Erde und nur durch die Rückkehr zur 13 finden wir auch wieder zurück in die Einheit mit dem Planeten.

Die unsere gesamte Geschichte beherrschenden geheimen Mächte wussten dies und haben sie deshalb verteufelt, eine Unglückszahl daraus gemacht. Und wenn Jesus von Nazareth wirklich wie es hieß an einem 13. des Monats gekreuzigt wurde, dann macht dies die hier dargestellten Zusammenhänge nur noch deutlicher und stellt damit auch eine Verbindung zwischen Jesus von Nazaret und dem Wirken des Papstes Johannes Paul II. dar. Eine Verbindung, die er selber angesprochen hat, in dem er sein Leiden verglich mit dem Leidensweg Jesu bei der Kreuzigung.


Der neue Papst Benedict XVI.

Für mich war die Konklave eine spannende Angelegenheit. Ich war sehr neugierig, welcher Kardinal als der neue Papst gewählt werden würde, versprach ich mir doch davon einen Hinweis, wie es jetzt in der Kirche weitergeht. Würde es einen nicht-europäischen Papst geben? Würde es evtl. Rebellionen innerhalb Kirche ergeben, welches dazu führen, dass sich die Prophezeiungen erfüllen und der nächste Papst der Letzte sein wird? Oder würde der jetzt kommende Papst die Kirche auf sanften Wege in das Neue Zeitalter führen?

Als ich erfuhr, dass Joseph Kardinal Ratzinger zum neuen Papst gewählt worden ist, da war ich überrascht, aber irgendwie doch wieder nicht. Als ob ich an seine Wahl vom Kopf her nicht geglaubt, aber es ganz tief in mir trotzdem gewusst habe. Zudem war mir klar, dass ihn viele für den falschen Papst halten würden, er aber genau deshalb der Richtige sei.

Der neue Papst ist ein intellektueller und spiritueller Mensch und einer, der aus meiner Sicht auch weiß, in was für einer Zeit wir leben. Darum fiel es ihm sicherlich nicht leicht, die Wahl zum neuen Oberhaupt der Kirche anzunehmen. Interessant ist, dass der Amtseinführungs-Gottesdienst exakt zum Zeitpunkt des Wesak-Vollmond stattfand, eine Zeit, in der die Erleuchtung Buddhas gefeiert wird. Zufall? Oder wusste der Vatikan von dieser Symbolik?

In seiner Predigt hat er auf seine Art Dinge angesprochen, die ich auch so sehe und nur mit anderen Worten, also auf meine Weise ausdrücke. Er zeigt den Gläubigen einen Weg auf, hin zu der ursprünglicheren christlichen Botschaft und damit hoffentlich weg von dem Dogmatismus und von den Unwahrheiten, die in der Kirche bis heute noch vorherrschend sind. Wenn er von all dem weiß und ihm auch bewusst ist, dass alles, was bisher innerhalb der Kirche geheimgehalten wird, in den nächsten Jahren nicht mehr geheim zuhalten ist, dann dürfte dies sein Versuch sein, den christlichen Glauben in die Neue Zeit hinüberzuretten. Hier einige Zitate aus seiner Predigt, entnommen der Webseite von Radio Vatikan unter: www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?id=34759, wo ihr den kompletten Predigttext nachlesen könnt:

"Das Gleichnis vom verlorenen Schaf, dem der Hirte in die Wüste nachgeht, war für die Kirchenväter ein Bild für das Geheimnis Christi und der Kirche. Die Menschheit, wir alle, sind das verlorene Schaf, das in der Wüste keinen Weg mehr findet. Den Sohn Gottes leidet es nicht im Himmel; er kann den Menschen nicht in solcher Not stehen lassen. Er steht selber auf, verlässt des Himmels Herrlichkeit, um das Schaf zu finden und geht ihm nach bis zum Kreuz."

"Den Hirten (pers. Anmerkung: den Priester und Kirchenobersten) muss die heilige Unruhe Christi beseelen, dem es nicht gleichgültig ist, dass so viele Menschen in der Wüste leben. Und es gibt vielerlei Arten von Wüsten. Es gibt die Wüste der Armut, die Wüste des Hungers und des Durstes. Es gibt die Wüste der Verlassenheit, der Einsamkeit, der zerstörten Liebe. Es gibt die Wüste des Gottesdunkels, der Entleerung der Seelen, die nicht mehr um die Würde und um den Weg des Menschen wissen. Die äußeren Wüsten wachsen in der Welt, weil die inneren Wüsten so groß geworden sind. Deshalb dienen die Schätze der Erde nicht mehr dem Aufbau von Gottes Garten, in dem alle leben können, sondern dem Ausbau von Mächten der Zerstörung. Die Kirche als Ganze und die Hirten in ihr müssen wie Christus sich auf den Weg machen, um die Menschen aus der Wüste herauszuführen zu den Orten des Lebens - zur Freundschaft mit dem Sohn Gottes, der uns Leben schenkt, Leben in Fülle."

"Nicht die Gewalt erlöst, sondern die Liebe. Sie ist das Zeichen Gottes, der selbst die Liebe ist. Wie oft wünschten wir, dass Gott sich stärker zeigen würde. Das er dreinschlagen würde, das Böse ausrotten und die bessere Welt schaffen. Alle Ideologien der Gewalt rechtfertigen sich mit diesen Motiven: Es müsse auf solche Weise zerstört werden, was dem Fortschritt und der Befreiung der Menschheit entgegenstehe. Wir leiden unter der Geduld Gottes. Und doch brauchen wir sie alle. Der Gott, der Lamm wurde, sagt es uns: Die Welt wird durch den Gekreuzigten und nicht durch die Kreuziger erlöst. Die Welt wird durch die Geduld Gottes erlöst und durch die Ungeduld der Menschen verwüstet."

"Und erst wo Gott gesehen wird, beginnt das Leben richtig. Erst wo wir dem lebendigen Gott in Christus begegnen, lernen wir, was Leben ist. Wir sind nicht das zufällige und sinnlose Produkt der Evolution. Jeder von uns ist Frucht eines Gedankens Gottes. Jeder ist gewollt, jeder ist geliebt, jeder ist gebraucht."


Ich möchte dieses Zitate aus der Predigt so stehen lassen und sie nicht kommentieren. Bitte bewertet sie nicht nur über die Worte, die Benedict XVI. wählte, sondern fühlt auch in die Schwingung hinein, mit welcher er diese Worte sprach. So mag jeder selber herausfinden, was sie ihm sagen möchten.

Ich bin rückblickend auf die Ereignisse, welche in Rom in dieser Zeit geschehen sind, zuversichtlich, dass sich die Menschheit auf einem guten Weg befindet, dass die Neue Zeit mit mehr Liebe und Mitgefühl, Freiheit und Frieden zwischen allen Menschen im Einklang mit der Erde sich auch auf eine friedliche und nicht zu kriegerische Weise verwirklichen wird.

Doch bis dahin ist es auch noch ein intensiver und anstrengender Weg. Denn die Neue Zeit verwirklicht sich nicht von selbst. Und so ruft uns Gott, die Quelle oder die Schöpfung weiterhin dazu auf, unbeirrt den Weg der Wahrhaftigkeit zu uns selber zu gehen und sich zu bemühen, Frieden durch Inneren Frieden und durch friedfertiges Handeln zu verwirklichen. Dies vermögen wir, wenn wir unser Herz für alle Menschen öffnen, ob jung oder alt, ob reich oder arm, welcher Kultur oder Religion sie auch immer angehören. Dann können wir die neue Zeit freudig annehmen.

Alles Liebe auf Euren individuellen (Christus-) Wegen,
Andromis

 

 

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