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Ein Weg in das neue Jahrtausend

Vorstellungen über eine bessere Zukunft der Erde
von Stefan Andromis Herbert

 

 

Wer sich auf unserem Planeten umschaut, stellt fest, daß auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene einiges im Wandel begriffen ist. Diese Veränderungen kommen ursächlich aber nicht von oben, von der politischen und gesellschaftlichen Elite, sondern von der Basis oder besser gesagt aus dem Volk.

In dieser Schrift möchte ich mich näher damit beschäftigen, was sich verändert, wie dieser Wandel vonstatten geht und wie das Leben auf diesem Planeten möglicherweise in den nächsten Jahren aussehen mag. Die hier niedergeschriebenen Gedanken sind ein Versuch, dieses komplexe Thema aus meiner persönlichen Sicht darzustellen. Es mag sein, daß ich nicht alle Facetten des Themas berücksichtigt habe, darum würde ich mich auf zusätzliche Anregungen seitens meiner Leser sehr freuen.

 

Welche Veränderungen zeigten sich bisher auf unserem Planeten?

Zuerst möchte ich konkreter auf die Veränderungen eingehen, die auf diesem Planeten seit einiger Zeit zu erkennen sind. Diese haben für mich schon in den 60er Jahren begonnen. Die damalige Jugend verspürte den inneren Drang, vieles anders zu machen, als ihre Elterngeneration. Sie hörten eine gänzlich andere Musik, kleideten sich neu und trugen ihre Haare anders - zumeist wesentlich länger. Sie orientierten sich weniger in der eigenen Familie, sondern verkehrten mehr mit Gleichgesinnten, Freunden oder Bekannten. Sie verspürten den Drang mehr aus ihrem Leben zu machen, sich selber zu verwirklichen und für mehr Frieden und Gerechtigkeit einzutreten. Es kam zu den Studentenunruhen und zu den Anfängen der Friedensbewegung.

Diese jungen Menschen kamen mit der bisherigen Lebensweise nicht mehr zurecht und deshalb machten sie sich auf die Suche nach etwas Neuem, nach für sie geeigneteren Formen des Zusammenlebens. So beschäftigten sie sich intensiver mit den anderen Kulturen besonders mit jenen in Afrika und Asien, um zu überprüfen, ob die dort gefundenen Weltanschauungen oder Religionen für die eignen Vorstellungen übernommen werden könnten.

Da die bisherigen gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen in Frage gestellt wurden, gab es keinen Maßstab mehr, nach welchem das eigene Verhalten oder das eigene Denken bewertet werden konnte. Es wurde erkannt, daß jeder Mensch für sich - individuell - seinen eigenen Maßstab, seine eigene Weltanschauung entdecken muß. Das war der Anfang auf dem Weg, der Suche nach sich selbst, nach dem, was wir tief in unserem Inneren wirklich sind. Dieser Prozeß hat sich seit dieser Zeit verstärkt und immer mehr Menschen überall auf diesem Planeten nehmen daran teil.

Für mich ist sehr entscheidend, daß die westliche Welt durch die Auseinandersetzung mit dem östlichen Denken wieder stärker zur Urwahrheit gefunden hat, welche für mich in den traditionellen christlichen Vorstellungen nicht mehr vorhanden ist. Z. B. fehlt in der Bibel seit über 1500 Jahren der Gedanke der Reinkarnation und bisher konnten sich die großen christlichen Kirchen auch nicht von dem Gedanken lösen, nicht den einzigen Heilsweg zu repräsentieren. Indem sich die westliche Welt mit den östlichen religiösen Vorstellungen beschäftige, wurde ihnen klar, daß jeder Mensch seine eigene Spiritualität finden konnte. In dem sie ihre individuelle Göttlichkeit in sich selber erkannten, konnten sie sich aus der Abhängigkeit der christlichen Kirchen befreien. Ich sage hier auch gerne, daß sie in ihren religiösen Anschauungen erwachsen geworden sind.

Das gleiche passierte auch auf den anderen Ebenen. Viele Heranwachsene haben damit aufgehört, die Meinungen der Eltern als für sie genauso gültig anzuerkennen und machten sich zu allen Themen der Zeit verstärkt ihre eigenen Gedanken. Die bisherige Politik wurde in Frage gestellt und mit den Grünen erhielt dieses neue Denken sogar Einzug in die Parlamente. Man übte auch nicht mehr einen Beruf aus, nur um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sondern suchte verstärkt Tätigkeiten, in denen man sich selbst verwirklichen konnte.

Es wurde erkannt, daß sich viele Probleme nur global ändern ließen und durch einen harmonischeren Umgang mit sich selber und mit seiner Umwelt, kam verstärkt der Drang nach globalen Frieden auf. Die Menschen fanden mit dem neuen Denken auch eine neue Art des Umgangs mit der Natur. Tiere und Pflanzen wurden genauso als lebendige Geschöpfe akzeptiert wie die Mitmenschen.

 

Auflösung von Verhaltensnormen

Unsere Gesellschaft hatte im Laufe der Jahrhunderte in allen Lebensbereichen Normen aufgestellt, nach denen sich jeder zu richten hatte. Innerhalb dieser fixen Normen existierte ein System von richtigen und falschen Handeln. Richtig war das, was die Gesellschaft für richtig hielt, falsch dagegen jenes, was in ihr nicht zugelassen wurde. Wer sich nicht an diese traditionell aufgestellten Regeln hielt, wurde gesellschaftlich geächtet und oft auch noch mit Sanktionen bestraft. Unser staatliches Rechtssystem hat hier seinen Ursprung.

Aber im Prinzip fängt dieses Thema schon im Elternhaus an. Ein Kind lernt was richtig oder falsch ist, durch das Verhalten seiner Eltern. Macht es einen Fehler, wird es bestraft, handelt es richtig, dann bekommt es Anerkennung. Doch wer entscheidet, was richtig und falsch ist? Die Eltern, auf der Basis dessen, was sie wiederum durch ihre Eltern und aus ihrem gesellschaftlichen Umfeld als richtig oder falsch gelernt haben. So geben sie gleichen Verhaltensregeln weiter, die ihnen selber anerzogen worden sind.

Üblicherweise fragt sich dabei niemand, ob die bisherigen Regeln überhaupt noch Gültigkeit besitzen, ob sie dem Kind auch wirklich nützen, evlt. sogar Schaden. Zudem können sie mit ihrem Verhalten das Kind daran hindern, individuelle Bedürfnisse auszuleben, denn oft wird dabei auch gegen die Natur des Kindes gehandelt. Nehmen wir als Beispiel Eltern, die es gerne sehen möchten, wenn ihr Kind ein Musikinstrument spielt. Hier kann es passieren, daß dieses Kind überhaupt kein Interesse an Musik hat oder aber ein Instrument spielen soll, für welches es sich nicht interessiert. Die Eltern handeln in solchen Fällen also gegen die Natur des Kindes, denken nur an eigene Interessen oder Vorteile. Möglicherweise soll das Kind Hobbies der Eltern ausleben, welche sie selber in ihrer Kindheit nicht ausüben durften.

Dann ein anderes Beispiel dafür, wie Eltern die Wünsche und Vorstellungen ihrer Kinder besser annehmen könnten: Das Kind spielt sehr gerne draußen auf dem Hof. Es regnet, und die Mutter hat Angst, daß sich das Kind erkältet, wenn es auch im Regen auf dem Hof spielt und verbietet es. Doch dem Kind macht der Regen überhaupt nichts aus und versteht jetzt nicht, wenn die Mutter ihm das Spielen draußen nicht erlauben will. Unabhängig von der Sorge als Mutter für das Wohl ihres Kindes, fördert sie durch eine solche Art Bevormundung weder eine Eigenständigkeit des Kindes, noch sein Selbstbewußtsein.

In einem anderen Umgang miteinander können wir diesem Kind genau erklären, warum wir uns als Eltern nicht wohlfühlen, wir können ihm unsere Gefühle offenbaren, unsere Befürchtungen und Ängste nennen. Dann können wir mit dem Kind darüber sprechen, wie eine Lösung möglich ist. Vielleicht zieht es sich wärmer an, oder wir lassen es zu, daß unser Kind so nach draußen geht und sich möglicherweise (muß nämlich nicht auch wirklich eintreffen) einen Schnupfen holt. Auch dann sollten wir das Kind nicht dafür verurteilen. Es hat dann nur eine wichtige und notwendige Erfahrung gemacht, nämlich diese: Wenn ich mich zu leicht anziehe, dann erkälte ich mich. Beim nächsten Mal wird es sich anders verhalten, es wird entweder nicht nach draußen gehen wollen oder sich vorher selbständig wärmer anziehen.

Der Unterschied besteht darin, daß wir auf diese Weise unserem Kind mehr Selbständigkeit beibringen. Es wird fähig, besser auf sich selber aufzupassen und es ist weniger auf die Aufsicht oder auf eine Entscheidung der Eltern angewiesen. Dadurch entwickelt das Kind mehr Selbstbewußtsein und wird im Leben besser zurecht kommen, weil es weiß, was vorteilhaft oder nachteilig für sich selber ist. Das Kind wird nicht in das Normenverhalten (gesellschaftliche Verhalten) der Eltern hineingedrückt, sondern entwickelt eigene Erfahrungen, individuell auf seine Bedürfnisse und Vorstellungen abgestimmt. Dieser Weg zu mehr Individualität ist ein Weg zu mehr innerer Reife und einem wirklichen Erwachsensein.

 

Umgang mit Aggressionen

Für mich ist ein neuer Umgang mit Aggression und Gefühlen wie Wut und Ärger eine wichtige Voraussetzung für die Verwirklichung einer friedvolleren und harmonischeren Zukunft. Bisher war es in unserer Gesellschaft Sitte, nicht gewünschte Gefühle zu unterdrücken. Weil unser Umfeld mit Wut nicht umgehen konnte, durfte sie nicht gezeigt werden und Wut wurde zu einem verbotenen Gefühlausdruck ernannt. Sie ist aber eine für uns wichtige und richtige Emotion. Doch wenn sie unterdrückt wird, also äußerlich nicht sichtbar ist, dann glauben wir äußerlich betrachtet, dieses Gefühl kontrolliert zu haben. Mittlererweile erkennen wir, daß dies nicht stimmt, daß wir anders mit diesem Thema umgehen müssen, denn innerlich rumort die Wut weiter und wird sicher irgendwann, zu einer passenden Gelegenheit, ausbrechen. Staut sich zuviel von dieser Energie an, dann kann sie sich äußerlich als Aggression oder nach innen gerichtet als Depression bemerkbar machen.

So finden wir in unseren Gefängnissen überall Menschen, die ihre zu stark unterdrückten Gefühle nicht mehr kontrollieren konnten, und sich deshalb aggressiv verhielten. Anstatt ihnen dabei zu helfen, wie sie bisher unterdrückte Gefühle wahrnehmen können, um dann zu lernen, mit ihnen besser umzugehen, werden sie in eine Umwelt gesperrt, welche sie meist noch aggressiver macht.

Das gleiche zeigt sich im Umgang mit der Sexualität. Auch hier sind wir von Kindheit an unter anderem von unseren Eltern auf ein bestimmtes Verhalten erzogen worden. Meist wurde das Ausleben von sexuellen Gefühlen unterdrückt oder tabuisiert. Allerdings ist die in uns wohnende weibliche wie auch männliche Lebenskraft eine sehr ursprüngliche und zutiefst menschliche Kraft. Je mehr wir aber diese Energien in uns unterdrücken, desto mehr sammelt sich an und sucht folgerichtig ein Ventil, um wieder frei fließen zu können. Wer aber in einem freien Umgang mit Sexualität ein solches Ventil nicht findet, bei dem wird es in einem der "abnormen" sexuelles Verhalten wie Masochismus, sexuellen Umgang mit Tieren und letzendlich natürlich auch in sexuellem Mißbrauch sichtbar. Diese Verhaltensweisen lassen sich nur auflösen, wenn die betroffenen Menschen wieder zu einem gesunden und natürlichen Verhältnis zur Sexualität zurückfinden.

So hat die Gesellschaft unwissentlich also genau jenes Verhalten, welches sie so heftig verurteilt, durch die Tabuisierung selber erzeugt. Mit dem neuen Denken haben wir gelernt, daß wir auf unserem Planeten erst Frieden schaffen können, wenn wir auch wirklich innerlich in Frieden leben. Solange aber Gefühle weiterhin unterdrückt werden, wird es diesen wahren Frieden auf unserem Planeten nicht geben können.

 

Fremdenfeindlichkeit

Die Fremdenfeindlichkeit erleben wir zwar speziell im Verhalten gegenüber Menschen aus andersartigen Kulturen oder mit anderen Hautfarben, doch handelt es sich hier für mich um ein allgemeines Verhaltensmuster, welches uns auch im täglichen Leben begegnet. Auch hier reicht es nicht aus, ständig nur Appelle an die Bevölkerung zu richten, sich doch möglichst fremdenfreundlich zu zeigen. Das dies so nicht funktioniert, sehen wir z.B. auch an den täglichen Streitigkeiten unter Nachbarn, wo der eine dem anderen seinen größeren Pkw oder einen schöneren Vorgarten nicht gönnen will.

Auch hier müssen wir die wirklichen Ursachen für ein solches Verhalten finden und diese an der Wurzel packen, was nur jeder Mensch für sich selber lösen kann. Die Ursachen sind für mich wieder in inneren Ängsten und Mißtrauen gegenüber unseren Mitmenschen zu finden. Oft sind wir voreingenommen, genauer gesagt, wir pauschalisieren eine Meinung über die betreffende Kultur, Religion, Hautfarbe oder auch Berufsgruppe. Dadurch werten wir unser Gegenüber ab, sehen ihn nicht als einen uns gleichberechtigten Menschen an. Fragen wir uns, warum wir uns so verhalten, dürfte die Antwort in unserem eigenen Minderwertgefühl zu finden sein. Fühlen wir uns selber minderwertig, dann akzepieren wir innerlich nicht wirklich unserer individuelles Sein, unsere persönlichen kulturellen Vorstellungen, unser Aussehen, unsere Fähigkeiten, unseren Beruf. Und wie sollen wir dann dasselbe bei Anderen akzeptieren können?

Und damit kommen wir zu einem sehr wichtigen Punkt in den bisher angesprochenen Problemverhalten wie bei Fremdenfeindlichkeit und dem Umgang mit Aggressionen. Wir werden diese Probleme sowohl innerhalb unseres Lande wie auch global nur lösen können, wenn jeder einzelne Mensch sich weiterentwickelt. Seine (oft unbewußten) Ängste nicht mehr verdrängt, sondern annimmt und stärker Verantwortung für sein eigenes Handeln übernimmt. Dazu gehört mehr Selbstbewußtsein und ein gesundes Selbstwertgefühl. Für mich handelt es sich hier generell um das Problem eines wirklichen Erwachsenwerdungsprozesses, eines inneren Reifungsprozesses.

 

Erwachsenwerdungs-Prozesse

Ich sehe den Sinn unseres Lebens hier auf der Erde darin, innerlich diesen Reifungs- oder Erwachsenwerdungs-Prozeß zu durchlaufen. Dadurch erfahren wir unsere wahre innere Freiheit und sind weniger abhängig von äußeren Umständen, denen wir bisher noch die Schuld an Fehlschlägen und Fehlverhalten geben konnten. Doch es sind eben nicht die Gesellschaft, die Politik, die Ausländer, die Vorgesetzten oder die Eltern, welche uns hemmen oder blockieren. Wir machen dies selbst. Wir blockieren uns selbst, wir verurteilen uns selbst für unser Fehlverhalten und die Umwelt ist nur unser Spiegel, in welchem wir uns selbst erkennen können. In der Umwelt sehen wir sogar unser wahreres Selbstbildnis, ungeschönt durch unser Ego oder unseren Verstand.

Die Wahrheit über uns selber zu erkennen, ist der erste Schritt auf dem Weg, unsere Ängste und Blockaden aufzulösen, um zu einem selbstbewußteren und innerlich freieren Menschen zu reifen. Dann erkennen wir auch, daß nur wir selber uns helfen können, niemand sonst im Außen. Und wir erkennen ebenso, daß jeder unserer Mitmenschen diesen Weg für sich selber gehen muß und wir ihnen nur Vorbild sein können.

So wie wir Menschen auf dem Weg des Erwachsenwerdens sind, so ist es auch die ganze Menschheit auf diesem Planeten und jeder auf diesem Weg befindliche Mensch, trägt seinen Teil zu diesem Menschheitsprozeß bei. So wie jeder Mensch diesen Weg nur für sich selber gehen kann, so vermag die ganze Menschheit ihn auch nur alleine zu gehen. Da kann keine außerirdische Rasse uns die notwendigen Erkenntnisschritte abnehmen. Die höherentwickelten außerirdischen Wesenheiten, die uns schon seit vielen Jahrtausenden beobachten, wissen dies und greifen deshalb auch nicht direkt in unsere Entwicklung ein. Wenn sich in der nächsten Zeit doch außerirdische Wesenheiten zeigen werden, welche sagen, sie wollen uns helfen, dann wollen sie uns damit nicht wirklich helfen, sondern wollen wahrscheinlich nur das Gegenteil, wollen die Herrschaft auf diesen Planeten übernehmen. Darum sollten wir gerade diesen Wesenheiten gegenüber äußerst skeptisch sein. Für mich ist klar, daß jeder Mensch für seinen eigenen Entwicklungsweg selber verantwortlich ist. Und ohne unsere persönlichen Bemühungen um unsere eigene Weiterentwicklung, werden wir unsere bisherigen Probleme, die uns durch unser Umfeld gespiegelt werden, nicht lösen können.

Doch wird sicherlich nicht jeder, der diesen Text liest, sich damit einverstanden erklären können, daß der Sinn seines Lebens darin liegen soll, sich selber weiterzuentwickeln. Jenen Menschen möchte ich sagen, daß es ihnen natürlich frei steht, so zu denken. Allerdings habe ich als ein sehr intensiv suchender Mensch die Erfahrung gemacht, nur auf diesem Weg das gefunden zu haben, was ich so lange ersehnte. Und wer mir einen anderen Weg zeigen kann, der ebenfalls zum gewünschten Ziel führt, die heutigen Probleme auf diesem Planeten wirklich und wahrhaftig zu lösen, der möge es mir bitte mitteilen.

 

Unser Geldsystem

Auch unser derzeitiges Geldsystem bedarf der kritischen Überprüfung, da es für mich das immer extremer werdende Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich mit verursacht hat. Es ist so angelegt, daß Reiche immer reicher werden und Arme immer ärmer. Schuld daran ist die Verzinsung des Geldes bei der Herausgabe von Krediten.

Der Geldkreislauf innerhalb eines Staates stellt sich vereinfacht folgendermaßen dar:

 

 

 

Die Pfeile zeigen, auf welchen Wegen in diesem System Geld fließt.

  • Der Staat erhält Steuern vom Bürger und von der Wirtschaft
  • Die Wirtschaft bekommt Subventionen vom Staat,
  • Der Bürger bekommt Sozialleistungen vom Staat.
  • Die Wirtschaft zahlt an die Bürger (genauer die Arbeitnehmer) deren Einkommen
  • Und die Bürger zahlen für die konsumierten Produkte an die Wirtschaft

Das alles geschieht in einem gewissen Gleichgewicht, wenn der Staat kein Geld mehr hat, kann er keine Leistungen mehr bezahlen, wenn der Bürger nicht genug Einkommen erhält, dann kann er nicht mehr so viel Konsumieren. Alles wirkt sich aufeinander aus. Und eine in diesem Wirtschaftskreislauf vorhandene Summe an Geld würde ständig zwischen dem Staat, den Bürgern und der Wirtschaft hin- und herfließen. Was der Staat an Steuern erhält, gibt es an Subventionen an die Wirtschaft weiter, die kann diese Summe wiederum an Gehältern auszahlen und was der Bürger an Einkommen hat, zahlt er einerseits an Steuern, andererseits verkonsumiert er es wieder an die Wirtschaft.

Jetzt kommen aber die Banken ins Spiel: Alle drei Parteien leihen sich bei den Banken Geld und zahlen dafür Kreditzinsen an die Banken zurück. Hier gibt es leider kein Gleichgewicht mehr, da wir mehr Geld zurückzahlen, als wir von den Banken erhalten. Dadurch werden die Banken immer reicher, können immer mehr Kredite herausgeben, die mit immer höheren Zinsbeträgen wieder zurückgezahlt werden. So werden die Banken immer reicher und alle anderen Parteien immer ärmer, weder der Bürger, noch die Wirtschaft, noch der Staat haben eine Chance, weil sie sich bald immer mehr Geld von den Banken leihen müssen, um ihre Schulden zurückzahlen zu können. Und da die Banken die alleinige Hoheit über das Kreditsystem haben, liegt hier der große Machtfaktor.

Gut, es mag sicherlich einige Wirtschaftsunternehmen und auch einige Bürger geben, die Gelder angespart haben und keine Kredite von den Banken benötigen, doch das sind im Verhältnis zu den Summen, welche täglich über Kredite abgewickelt werden, nur sehr geringe Mengen. Über einen längeren Zeitraum hin, gibt es für mich nur einen Gewinner: Und das sind die Banken, die mittlererweile auch schon in den Aufsichtsräten der großen Gesellschaften sitzen und dort mit über die Zukunft der Wirtschaftsbetriebe bestimmen.

Global haben wir ähnliche Situationen. Die Gelder, welche sich Staaten leihen müssen, um ihre Haushaltslöcher zu stopfen, kommen auch nur von Banken. So sind auch diese Staaten in der Hand internationaler Banker und müssen sich - wenn sie es auch nicht öffentlich zugeben - ihre Politik mitbestimmen lassen.

Zur Gestaltung einer besseren Zukunft benötigen wir deshalb auch ein gerechteres Geldsystem. Ein System, wo die Gewinner und Verlierer nicht von Anfang an fest stehen, wo jeder eine Chance hat, sich selber so verwirklichen zu können, wie es ihm es seinen Fähigkeiten und Vorstellungen entspricht.

 

Das Überleben der Menschheit

Viele Menschen glauben, die Erde habe keine Zukunft mehr, wir zerstören unsere Umwelt, wir beuten diesen Planeten aus, dieser "schlägt" durch immer gewaltigere Naturkatastrophen zurück. Hinzu kommen die auf allen Kontinenten stattfindenden kriegerischen Auseinandersetzungen und nicht zu vergessen das immer noch gewaltige Kernwaffen-Potential. Gehen wir davon aus, daß sich die Menschheit nicht ändert, kein stärkeres Bewußtsein für seine Mitgeschöpfe entwickelt, dann sieht die Zukunft wirklich nicht goldig aus.

Aber, und das ist sehr wichtig, wir haben nach meiner Ansicht immer noch eine Chance, unser Verhalten wirklich zu ändern. Ich spreche hier nicht nur das Verhalten zu den anderen Mitmenschen an, sondern auch zu der gesamten Natur, zu allen Tieren, Pflanzen, Bäumen, zum ganzen Planeten. Dieser Planet ist schließlich kein totes Stück Materie, welches schon seit Milliarden von Jahren um den Stern "Sonne" kreist, sondern dieser Planet hat auch ein Bewußtsein, Gaja wird es genannt.

Gerade wir Menschen in den westlichen Ländern dieser Welt haben den Kontakt zu diesem Planetenbewußtsein verloren, weil wir uns zu sehr auf das für uns Sichtbare und Meßbare konzentriert haben, auf die rein empirische Wissenschaft. Wir haben alles andere verdrängt, weil wir nicht glauben wollten, daß noch mehr auf dieser Welt existiert. Wir haben vergessen, daß Tiere und Pflanzen mit uns Menschen zusammen in einer sehr komplexen Symbiose leben, ein Lebenssystem, welches sich seit vielen Jahrmillionen aufgebaut hat und durch uns in nur wenigen Jahrhunderten zerstört wird. So wurden die Existenz der Naturwesen wie Elfen und Gnome in den Bereich der Fabel, des Märchens verfrachtet. Genauso erging es den Engelwesen und anderen nichtirdischen Wesenheiten, die uns bereits seit dem Anbeginn der Menschheit begleiten.

Erst in den letzten Jahrzehnten sind hier im Westen mit dem Beginn des neuen Denkens, mit dem Interesse an den Kulturen der Naturvölker und deren Glaubensvorstellungen, diese bisher vergessenen Mitgeschöpfe oder Wesenheiten wieder entdeckt worden. Genauso wurden die uralten seit Anbeginn der Zeit existierenden geistigen Gesetze wiederentdeckt. Dies alles finden wir heute unter dem Oberbegriff der Esoterik wieder. Im englischsprachigen Raum wird der Begriff "New Age" verwendet. Dieser heißt zu deutsch "Neues Zeitalter", beinhaltet aber im Prinzip das gleiche, da wir nur durch die Anwendung dieses esoterischen Wissens in das Neue Zeitalter eintreten können. Und dann hat die Erde auch wieder eine Zukunft, denn gelangen wir in das schon so oft - auch in der Bibel in den Offenbarungen des Johannes - prophezeite Goldene Zeitalter.

 

Die Zukunft

In diesem letzten Absatz möchte ich Möglichkeiten aufzeigen, wie unsere Zukunft auf diesem Planeten aussehen mag. Dabei soll es sich in keinster Weise um eine prophetische Darstellung handeln, sondern ich möchte hierzu nur meine persönlichen Vorstellungen äußern.

Meine zukünftigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorstellungen sind zu einem Teil aus einer Richtung geprägt worden, die Ihnen möglicherweise als utopisch und sehr phantastisch anmutet. Sie kommen aus der Welt von Star Trek, geschaffen von Gene Roddenberry. Ich möchte auch zuerst erklären, warum mir diese Welt so real und vorbildhaft erscheint.

Wer sich besonders die Classic-Serie mit Captain Kirk oder die New Generation-Serie mit Captain Picard anschaut, der erkennt in den Handlungen immer wieder spirituelle Hinweise. Z.B. geht es gerade in den Classic-Folgen oft um Bewohner eines Planeten, die in ihrer Fortentwicklung stehen geblieben sind. Die Ursache kann in einer außer Kontrolle geratenen Technologie stecken, aber auch in einem Herrschaftssystem zu finden sein, welches die Bewohner unterdrückt und damit ein menschenwürdiges Leben nicht zuläßt. Wenn die Enterprise diesen Planeten entdeckt, hilft die Besatzung den Bewohnern nicht nur das Übel zu beseitigen, sondern sie zeigen ihnen auch, wie sie ihr Leben durch ein neues Denken oder einen neuen Umgang miteinander verbessern können. Oft werden die Enterprise-Besatzung auf solchen Planeten als Götter angesehen und immer wieder versuchen sie den Bewohnern zu erklären, daß sie keine Götter sind, sondern auch nur Menschen.

Die Enterprise begegnet auch oft Wesenheiten, welche in ihrer Entwicklung weiter fortgeschritten sind als sie selber. Diese haben meist keine Körper mehr, bestehen gänzlich aus Energie oder Geist und sind in der Lage, sich der Mannschaft in einer beliebigen physischen Form zu zeigen (materialisieren). Sie kommunizieren telepatisch und haben auch meist telekinetische Fähigkeiten. In der Esoterik kennen wir solche Erscheinungen als Geistwesen oder als fünftdimensionale Wesenheiten.

Diese Serien verherrlichen keine Gewalt, im Gegenteil zeigen sie, daß es sich lohnt, ehrlich und offen auf andere Menschen zuzugehen. Interessanterweise gibt es auch keine so deutliche Einteilung von guten und böse Wesen. Hier gewinnen meist jene, die aufrichtig und achtsam handeln.

Neben diesen für mich nachahmungswerten Verhaltensweisen müssen wir allerdings auch neue gesellschaftliche Strukturen finden, die einerseits das Zusammenleben auf diesem Planeten harmonischer gestalten, andererseits aber auch wirtschaftlich praktikabel sind.  Ich bin allerdings kein Wirtschaftswissenschaftler und kann deshalb nicht im Konkreten sagen, wie sie funktionieren würden. Deshalb möchte ich mich darauf beschränken, meine Vorstellungen zu äußern, möchte sagen, in welche Richtung es meines Erachtens gehen sollte.

Weiter oben habe ich bereits unser Geldwertsystem angesprochen. Ich habe deutlich gemacht, daß wir in einem System, welche die Menschen in Arme und Reiche unterteilt, auf Dauer nicht glücklich sein können. Auch muß der Begriff Arbeit neu definiert werden. Arbeit darf nicht in erster Linie zum Zwecke der Lebensunterhaltsbeschaffung da sein. Das macht uns Menschen unfrei und fördert nicht gerade das innere Glück. Auf der Suche nach unserer Verwirklichung entdecken wir auch immer wieder Fähigkeiten in uns, von deren Ausübung wir nur in den seltensten Fällen finanziell leben können, weil sie uns kaum Einkommen ermöglichen.

Im Prinzip sähe meine Zukunft auf diesem Planeten so aus, daß die Arbeitnehmer nicht mehr für Lohn oder Gehalt arbeiten müßten und die Waren und Dienstleistungen dürften im Handel auch kein Geld mehr kosten. Die Grundbedürfnisse wie eine menschenwürdige Wohnung, Lebensmittel, ärztliche Versorgung, Kultur, Bildung sind dann für jeden Bürger gleichberechtigt garantiert. Jeder könnte so leben, wie er es für sich als richtig empfindet. Wichtige und nützliche Projekte, welche bisher daran scheiterten, daß dafür keine Gelder übrig gewesen sind, könnten endlich realisiert werden.

Ich sehe auch keine große Gefahr in der Aufrechterhaltung unserer wirtschaftlichen Ordnung. Sicherlich werden dann viele Arbeitnehmer kündigen und nicht mehr in der Wirtschaft arbeiten wollen, doch es werden auch wesentlich weniger Arbeitskräfte benötigt. Z.B. würden in den Betrieben Abteilungen wie Rechnungswesen, Mahnwesen nur noch im geringen Maße benötigt werden. Die oft lästige Werbung für neue Produkte könnte sich auf reine Produktinformation beschränken. Und wenn wir nicht mehr auf zu geringfügige Investitionsetats achten müssen, könnte der Automatisierungsprozeß in der Wirtschaft noch weiter vorangetrieben werden.

Wir werden die neue Situation möglicherweise auch nicht abrupt einrichten können, sondern sicherlich in einem Umformungsprozeß, welcher sich über mehrere Jahre hinziehen kann. Doch sehe ich für uns keine andere Zukunft und mit den oben beschriebenen gesellschaftlichen Veränderungen im Denken ist dieser Prozeß natürlich auch leichter zu vollziehen. Viele Arbeitsplätze gewinnen dadurch sogar an Aktraktivität, weil eine bisherige schlechte Bezahlung keine Rolle mehr spielt. Verkäufer und Verkäuferinnen stehen z.B. nicht mehr den ganzen Tag an der Kasse, sondern sind jetzt für die Beratung der Kundschaft frei.

Ein wichtiger Punkt ist der Umgang mit den Krankheiten. Mit dem Umdenken und dem ganzen Bewußterwerdungsprozeß, kommen wir nicht umhin anzuerkennen, daß Krankheiten auf der Seelenebene verursacht werden. Sie werden ausgelöst, wenn wir in unserem Alltag mit bisher nicht bereinigten seelischen Aspekten konfrontiert werden. Immer mehr Ärzte erkennen die Verbindung zwischen dem Geist, der Seele und dem Körper. So sind sie in der Lage, ihre Patienten wirklich zu heilen und nicht nur die Krankheitssymptome zu behandeln. Eine Voraussetzung ist natürlich, daß der Patient wirklich von der Krankheit geheilt werden möchte. Breitet sich diese Entwicklung weiter aus, so wird der Arzt verstärkt zum Lebensberater, Viele Arztpraxen und Krankenhäuser werden überflüssig und auch ganze Bereiche der chemischen Industrie nicht mehr notwendig. Mit einer solchen Entwicklung liegen wir auch ganz klar im Trend der Zeit, da lebenberatende Berufe immer interessanter werden, unser Gesundheitswesen ja nicht mehr finanzierbar ist und dringend einer Neustrukturierung bedarf.

Jetzt können wir sogar das Thema Renten und Pensionen lösen. Im Prinzip bedeutet dieses neue System, daß nämlich jeder Bürger von der Geburt bis zum Tode voll versorgt ist und dies bezieht selbstverständlich das Rentenalter mit ein. In unserer bisherigen Lebensweise sind sehr komplizierte Sozial- und Einkommensstrukturen entstanden, die in dem neuen System natürlich komplett wegfallen würden: Einkommensteuern, Kapitalertragssteuern, Gewerbesteuern, Umsatzsteuern einerseits, Kindergeld, Wohngeld, Sozialhilfe, Rentenzahlungen, Arbeitlosengelder, Krankenkassenbeiträge andererseits, um nur mal einige Beispiele zu nennen. Auf diese Weise wird unser Leben auch erst wirklich einfacher und lebenswerter werden.

 

Resümee

Wir müssen endlich damit beginnen, unsere gesellschaftlichen Probleme bei der Wurzel zu packen. Nur so können wir sie auch wirklich lösen. Ein solcher Prozeß ist natürlich nicht von oben über neue Gesetze oder Verordnungen durchführbar, sondern nur über die Bereitschaft jedes Mitgliedes unserer Gesellschaft, an ihm mitwirken zu wollen. Niemand kann gezwungen werden, sein Denken zu ändern oder auf eine andere Weise mit seinen Gefühlen umzugehen, wenn er nicht willens ist, diesen Weg wirklich zu gehen. So kann die Aufklärung hierüber nur der erste Schritt sein. Erst die Einsicht wird diese notwendige Veränderung im Denken bewirken und die findet nur jeder Mensch für sich selbst. Das passiert bei einigen früher, bei anderen später. Jeder nach seinen Möglichkeiten.

Der Anfang ist bereits gemacht, seit vielen Jahren bemühen sich Menschen überall auf diesem Planeten, diesen neuen Weg zu gehen und für jeden, der jetzt neu hinzukommt, wird es immer leichter werden, die neue Lebensweise zu begreifen und in die Tat umzusetzen. So werden wir uns Schritt für Schritt dem Ziel nähern. Jeder von uns kann hierzu eine Menge tun. Täglich können wir im Umgang mit unseren Mitmenschen diesen neuen Weg, das neue Denken, üben. Natürlich werden wir gerade am Anfang Fehlschläge erleiden, wir werden verspottet, man hört uns nicht zu. Doch die Mühe lohnt sich, denn ich kann Ihnen versprechen, daß sie Erfolg haben werden.

 

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