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Nach dem Aufstieg -
Perspektive
Tio: Ich grüsse ganz herzlich
dich, Silvie, und alle Leser. Ich hoffe, wir werden eine Menge Spass miteinander haben und
mehr Gewißheit erlangen über den Schritt in jenen neuen Abschnitt der Evolution, der
euch bevorsteht. Silvie: Ja, fangen wir sofort an. Aufstieg als Teil eines größeren Prozesses Tio: Vorweg aber noch eines: Ich muss, wenn ich euch über die fünfte Dimension berichte, diese Informationen in eine dreidimensionale Struktur bringen - noch. Die Sprache - insbesondere die geschriebene Sprache - benutzt ihr zur Zeit noch dreidimensional, und das macht es ein bisschen schwierig. Deshalb auch der geradezu spektakuläre Verbrauch an Anführungszeichen in diesem Text. Sie laden euch ein, das Angesprochene nicht linear-wörtlich, sondern, soweit es euch bereits möglich ist, ein bißchen "multidimensionaler" zu verstehen. Aber ich werde mein möglichstes tun, damit der Text nicht allzu schwierig gerät. Es ist indes wichtig, dass ihr im Hinterkopf behaltet, dass der Aufstieg in die fünfte Dimension ein multidimensionaler Prozess ist, und dazu werde ich noch eine ganze Menge sagen. Ein dreidimensionales Modell dient als Arbeitshypothese und erleichtert es, diese Vorgänge zu verstehen, man muss nur wissen, dass es ein Modell ist und nicht die Sache selbst. Wir bitten die Leser ausserdem, das Gesagte daraufhin zu überprüfen, ob es bei euch eine Resonanz auslöst. Es ist müssig, ein System daraufhin zu untersuchen, ob es "richtig" oder "falsch" ist. Unterscheiden wir lieber zwischen "brauchbar" und "nicht brauchbar". Und hier entscheiden die Leser, welche der vermittelten Informationen sie integrieren möchten und welche sie einfach stehen lassen wollen. Also: Der Aufstieg in die fünfte Dimension ist ein Teil eines sehr viel größeren Prozesses auf dem Weg von der Getrenntheit in die Einheit. Er ist noch nicht das Erlangen der Einheit selbst. Wir können ihn definieren als eine Erfahrungsstufe geringerer Getrenntheit bei gesteigerter Bewusstseinskapazität. Die dritte Dimension stellt einen bestimmten
Entwicklungsabschnitt der Menschheit dar. Hier hattet ihr euch vorgenommen, die
Getrenntheit zu erfahren - und sie schliesslich hinter euch zu lassen. Dies ist etwas, was
das humangenetische Bewußtsein spätestens seit Beginn dieser Entwicklungsstufe weiss.
Eure Schöpfungsmythen nehmen darauf Bezug, indem sie von der Vertreibung aus einem
Zustand der Einheit (Paradies) berichten oder von einem Fall aus dem ebenfalls die Einheit
symbolisierenden Götterhimmel. Ebenfalls versprechen sie euch zu recht die zeitliche
Begrenztheit dieser Erfahrungsstufe, indem sie euch die Wiederkehr eines Goldenen
Zeitalters oder die Rückkehr in ein Paradies verkünden. Silvie: Warum mussten wir vergessen, dass wir vor diesem Entwicklungsabschnitt in der Einheit geborgen waren? Hätten wir nicht viele Irrwege vermeiden können, wenn wir diese Information "im Hinterkopf behalten" hätten? Haben wir nicht viel mehr Getrenntheit erfahren, als wir eigentlich vorhatten? Tio: Nein. Wie hättet ihr die Getrenntheit denn erfahren können, wirklich erfahren, als Realität und nicht als Planspiel, wenn diese Amnesie nicht stattgefunden hätte? Und es hat, von meiner Betrachtungsebene aus gesehen, niemals Um- und Irrwege gegeben. Was es gegeben hat, das ist eine sehr gründliche Erfahrung, und für die meisten Menschen ist diese nun gründlich genug gewesen. Ein neuer evolutionärer Schritt steht an. Silvie: All die schrecklichen Dinge - Kriege, Haß, Not, Krankheit... Tio: ...waren Erfahrungen. Beachtet aber, dass dies diese Dinge nicht rechtfertigt - es erklärt sie nur. Wir sagen nicht: es war alles gut so, denn das war es oft nicht. Wir sagen nur: Es war eine gründliche Erfahrung der Getrenntheit. In der dritten Dimension erfuhrt ihr euch als getrennt von der Einheit. In einer religiösen Terminologie ausgedrückt: als getrennt von Gott. Es gab Ich's und Nicht-Ich's. Es wurde enorm stark polarisiert, und es wurden ein paar andere Erfahrungsmuster getestet, auf die ich noch zu sprechen kommen werde. Wenn ihr euren Bewusstseinsfokus in die fünfte Dimension transportiert, werdet ihr euch wieder mit der Quelle verbunden fühlen. Ihr werdet sehr leicht erkennen, daß ihr ein Ausdruck der Quelle seid. Aber ihr werdet noch nicht erkennen, daß ihr die Quelle selbst seid. Silvie: Nicht? Tio: Nicht. Einige vielleicht
andeutungsweise. Aber nicht das ganze Kollektiv, und nicht so, wie es tatsächlich ist.
Das ist ein Kapitel für andere, "höhere" Dimensionen und Evolutionsschritte.
Es erscheint euch jetzt so, als würde in der fünften Dimension jede Trennung aufgehoben
sein, und das ist durch die starke Erfahrung des Getrenntseins, die ihr erfahren habt,
leicht erklärlich. Die Getrenntheit wird allerdings sehr stark abgeschwächt sein. Es ist
so, als kämet ihr an einem Wintertag von sagen wir, minus zehn Grad, in einen Raum, der
achtzehn Grad hat. Ist das warm hier, werdet ihr sagen, und euch alles vom Leibe reissen.
Nach einer Weile aber werdet ihr euch adaptiert haben und das T-Shirt wieder anziehen.
Wirklich warm, das ist achtundzwanzig Grad, und das haben wir in diesem Raum noch nicht.
Da werdet ihr noch ein Weilchen warten müssen bis zum Sommer - oder bis ihr in höhere
Dimensionen als die fünfte aufgestiegen sein werdet. Silvie: Also wird es immer noch ein Empfinden von Getrenntheit geben. Tio: Ein Empfinden von Unterschiedlichkeit. Das wird es geben, bis sich alles in der Einheit aufgelöst haben wird. Aber die geringere Getrenntheit, die ihr in der fünften Dimension erleben werdet, wird nicht mehr problematisch sein. Unterschiede werden nicht mehr als Bedrohung, sondern als Bereicherung erfahren werden. Wenn euer Nachbar ein anderer Aspekt Gottes ist als ihr, wird er andere Geschenke in die Welt bringen, und das wird als sehr gut empfunden werden. Silvie: Dann brauchen wir einander nicht mehr zu bekämpfen. Tio: Nein, nicht mehr. Warum solltest du jemanden bekämpfen wollen, der, wie du, ein Aspekt Gottes ist, wenn auch ein anderer Aspekt? Silvie: Wenn aber dieser Aspekt Gottes ein Tierquäler ist oder ein Kriegstreiber, was dann? Tio: Das ist eine Frage für die dritte Dimension. In der dritten Dimension würde meine Antwort lauten: Der Tierquäler oder Kriegstreiber ist ebenfalls ein Aspekt Gottes, wenn auch einer, der die Trennung extrem stark erfährt. Achte ihn auf der Ebene seiner Seele, auf der Ebene seiner Göttlichkeit, aber tu was gegen sein schädliches und schädigendes Verhalten, wenn dir dies mit friedlichen Mitteln möglich ist. Jeden in seiner Göttlichkeit respektieren bedeutet in der dritten Dimension nicht, dass man alles gutheißt. In der dritten Dimension müsst ihr euch immer sehr bewusst mit Fragen der Ethik auseinandersetzen. In der fünften Dimension ist das aber anders. Diesen Evolutionsschritt tut man nur, wenn man sich und den Anderen als Aspekte des Einen begreifen kann. Dann kann man nicht mehr gewalttätig sein. Nicht einmal mehr missgünstig. Es wird also jeder Grund für ein unfriedliches Miteinander entfallen. Es werden ganz andere Formen des Miteinanders entwickelt werden als die, die ihr jetzt kennt und in denen Abgrenzung, Selbstschutz und Schutz der engeren Bezugspersonen wichtig und berechtigt sind. In der fünften Dimension gibt es keine Notwendigkeit für derartige Schutzmechanismen. Silvie: Wird die Polarität in der fünften Dimension ganz aufgehoben sein? Tio: Nicht ganz. Aber sie wird ebenfalls wesentlich entschärft werden und ihren trennenden Charakter verlieren. Sagte ich doch. Silvie: Wie kann das? Tio: Sie wird nicht mehr zur Trennung, sondern zur Unterscheidung eingesetzt werden, und das ist ein fundamentaler Unterschied. Silvie: Ich verstehe. Es wird dann immer noch Dinge geben, die wir gern tun, und andere, die wir nicht so gern tun... Tio: Und die sind dann eben für andere Leute. Ihr begreift euch ja dann als Aspekte, und folglich ist nicht alles auf der Welt eure Sache. Aber ihr entwickelt auf dieser Basis der Aspekthaftigkeit eine neue Toleranz und müsst nichts mehr bekämpfen. Es wird auch Leute geben, mit denen ihr gerne zusammen seid und andere, die ihr weniger gerne seht. Aber ihr werdet niemanden mehr hassen. Ihr versteht dann, was es bedeutet, jeden bedingungslos zu lieben: Es bedeutet, ihn als anderen Aspekt Gottes zu erkennen, aber es bedeutet nicht, dass ihr unbedingt mit ihm Bier trinken gehen wollt. Silvie: Aha. Das ist sowieso mein Gefühl. Manche Menschen passen einach schlecht zu einem... Tio: Du verstehst noch nicht ganz: die Frage des "Passens" stellt sich dort gar nicht mehr. Es sind einfach verschiedene Aspekte, weiter nichts. Silvie (lacht): Na gut, Tio, ich warte ab, bis ich dort bin! (...)
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