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Bleep - Ich weiß, dass ich nichts weiß

Von: Stefan Andromis Herbert (Dez. 2005)

 

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Der Inhalt des Films und seine Bedeutung

 

Seit dem 19. November ist der US-Dokumentarfilm "What the Bleep do we (k)now?!" (zu deutsch: "Bleep - Ich weiß, dass ich nichts weiß") in ausgewählten deutschen Kinos zu sehen. Er regt dazu an, eigene Antworten zu finden zu den für uns so wichtigen Fragen des Lebens: Wer sind wir? Was ist Realität? Wie funktioniert unser Gehirn? Wie entstehen Emotionen? Können wir unsere Umwelt mit unserem Denken beeinflussen oder, wie können wir unser Leben verändern?

Diese Fragen werden sowohl aus wissenschaftlicher Perspektive (Gehirnforschung und Quantenphysik), wie auch aus esoterisch-spiritueller Sicht behandelt. Dabei zeigt der Film, dass die uns bekannten Naturgesetze in der Welt der Elementarteilchen nicht mehr gelten und die Wissenschaft uns hier keine eindeutigen Antworten mehr geben kann. Die spirituellen Botschaften stammen von der geistigen Wesenheit Ramtha, der seit 1978 durch das Medium J.Z. Knight gechannelt wird. In der Arbeit des Dr. Masaru Emoto mit seinen Mikroskopaufnahmen von Wasserkristallen, zeigt der Film aus meiner Sicht, wo sich Wissenschaft und Spiritualität wieder zusammenfinden können.

In diesem Beitrag beschreibe ich meine persönlichen Eindrücke zu dem Film, den ich zusammen mit Freunden in der Mannheimer Premiere am 1. Dezember 2005 im Atlantis-Kino gesehen habe. Trotz seiner wissenschaftlichen Ausrichtung ist er nicht trocken oder rein intellektuell-orientiert, sondern beschreibt das Thema auf spannende und amüsante Weise. Unser menschliches Verhalten wird dabei in witzigen Animationen sehr bildhaft dargestellt.


Die Quantenphysik

Der Film beginnt mit Statements aus der Quantenphysik, in der nichts mehr so ist, wie wir es aus dem "Newton'schen Universum" kennen. Hier zeigt sich in der Welt der Elementarteilchen, dass deren Verhalten nur im Rahmen von Wahrscheinlichkeiten oder Möglichkeiten beschrieben werden können, da sich keine konkreten Vorhersagen mehr darüber machen lassen, wie sich Elektronen oder andere Teilchen verhalten. Teils verschwinden sie auf unberechenbare Weise, tauchen ebenso plötzlich wieder auf oder sie werden gleichzeitig an zwei Orten gemessen.

Bedeutsam ist für mich die Erkenntnis, dass quantenphysikalische Experimente allein schon durch deren Beobachtung beeinflusst werden. Somit sind Versuche im subatomaren Bereich nicht mehr vollständig objektiv und es lässt sich z.B. keine Aussage darüber treffen, wie sich Teilchen verhalten, wenn wir sie nicht beobachten. Daraus resultiert, dass wir hier in eine Welt vorgedrungen sind, in der die uns bisher Ordnung und Stabilität gebenden Naturgesetze nicht mehr anwendbar sind. Diese Tatsache halte ich für sehr wesentlich und sie wird aus meiner Sicht von den traditionell denkenden Wissenschaftern nicht ausreichend beachtet. Einerseits sollte die Wissenschaft schon so objektiv sein, dass sie sich auch ständig selber in Frage stellt, andererseits kann ich gut nachvollziehen, dass eine solche grundlegende Erkenntnis in der Lage ist, das gesamte, seit Kopernikus und Galilei mühsam errichtete wissenschaftliche Denkgebäude mit einem Schlag zusammenbrechen zu lassen. Und was würde dann noch Bestand haben?


Unser Bewusstsein

Ein immer noch großes Rätsel ist den Wissenschaftlern unser Bewusstsein. So sehr das Gehirn und die Nervenbahnen des Menschen auch erforscht worden sind, bisher hat niemand herausfinden können, was unser Bewusstsein ist und wie das Denken genau funktioniert. Sehr interessant sind für mich die Versuche, welche gezeigt haben, dass unser Gehirn kein Unterschied macht zwischen dem, was wir durch unsere physischen Augen sehen oder einer gedanklichen Vorstellung aus der Erinnerung. Beide Situationen lösen die gleichen neuronalen Vorgänge aus. Damit erklärt sich, weshalb Erfahrungen aus der Vergangenheit einen so starken Einfluss auf unsere Entscheidungen in der Gegenwart haben.

Im weiteren Abschnitt des Filmes wird aus dem Leben einer Fotografin namens Amanda erzählt, die Sprachschwierigkeiten hat und sich selber als hässlich und minderwertig sieht. Zuerst wird gezeigt, wie ihre Ängste sie ständig in ihrem Leben behindern, u.a. in dem sie nicht spontan und offen für Neues zu sein vermag. Dann begegnet sie der Arbeit von Dr. Emoto, durch welche sie erkennt, wie unser Denken einen Einfluss auf unsere Umwelt hat. Er ist mit seinen Fotos über Wasserkristalle, deren Muster wir durch Gedanken beeinflussen können, weltweit bekannt geworden. Wenn wir Wasser z.B. mit Emotionen von Hass und Aggression programmieren, erscheinen uns die Kristalle in einer hässliches disharmonischen Struktur, dagegen bildet das gleiche Wasser geprägt von Dankbarkeit und Frieden sehr schöne und harmonische Kristallformen heraus.

Als Amanda den Auftrag bekommt auf einer Hochzeitsfeier zu fotografieren, kommt auch das Thema Gefühle und Emotionen ins Spiel und der Film zeigt mit sehr witzigen Animationen, was hier in uns geschieht. Da der menschliche Körper zum großen Teil aus Wasser besteht, wird deutlich, wie sehr wir mit unseren Emotionen die Schwingung des Wassers in unserem Körper prägen. Wenn wir dann bedingt durch unsere Ängste und Schuldgefühle immer wieder in den gleichen Mustern reagieren, prägt sich dieses Verhalten in unserem Gehirn so stark ein, dass es uns immer schwerer fällt, uns anders zu entscheiden. Sind wir allerdings so mutig und ändern unser Verhalten, werden mit der Zeit neue Nervenverbindungen geschaffen und wir können diese neue Lebensweise immer mehr in unser Leben verankern.

An dieser Stelle wird auch das Thema Sucht angesprochen. Allerdings nicht im Zusammenhang mit Rauschmitteln, sondern es wird definiert als "alles, was wir nicht lassen können". Dazu gehören auch aus unserer Kindheit immer wiederkehrende Emotionen wie Ängste, Schuldgefühle oder Bestrafungen, an welche wir uns im Laufe der Jahre so gewöhnt haben, dass sie uns vertraut und Teil unseres Lebens geworden sind. Somit entsteht eine Sucht nach den Emotionen, die sich zwar einerseits unangenehm anfühlen, die wir andererseits aber gut kennen und deshalb in unserem Leben immer wieder "suchen".


Die Botschaft

Somit ist die Botschaft dieses Filmes jene, dass wir - wenn es uns auch oft schwer fallen mag - trotzdem jederzeit in der Lage sind, unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Die spirituelle Lehre von Ramtha sagt uns, dass wir mit Allem im Universum verbunden sind, somit auch mit allen Menschen. Wir haben diese Welt erschaffen durch die göttliche Schöpferkraft, die in uns ist, denn Gott drückt sich durch uns aus in dieser Welt. Erkennen wir diese Kraft in uns, die göttliche Essenz, dann vermögen wir mit ihr die Welt so zu formen, wie wir sie uns in unserer höchsten Vorstellung wünschen.

Das verdeutlicht mir, was für eine Welt wir uns durch unser bisheriges Denken erschaffen haben. In dem wir uns einseitig auf die sichtbaren, messbaren und zählbaren Aspekt von Wissenschaft reduzierten, kreierten wir eine Welt, in der sich auch keine anderen Wege der Wahrnehmung fanden. Bedingt durch diese Einseitigkeit, vermochten wir die Wirkprinzipien unseres Lebens auch nicht wirklich zu begreifen. Im Umgang mit unseren Ängsten und Schuldgefühlen, mit dem Bewusstsein, von Gott oder der Quelle abgetrennt zu sein, ja gar aus der Einheit des Paradieses hinausgeworfen zu sein, also Gottes Liebe nicht einmal wert zu sein, haben wir uns eine Welt geschaffen, in welcher wir uns ungeliebt und verlassen fühlen. Als Amanda dies im Film erkennt, vermag sie ihr Leben aus einer veränderten Perspektive zu betrachten und dann eine neue Einstellung über sich und ihr Leben zu finden.

Bleep ist für mich deshalb ein sehr wichtiger Film, der hoffentlich von vielen Menschen gesehen wird und ihnen Anstöße zu geben vermag, wie sie mehr Zufriedenheit, Glück und Freude in ihr Leben integrieren. Zudem wünsche ich mir, dass er der traditionellen Wissenschaft zu erkennen hilft, dass wir nur dann zu einem vollständigen Verständnis über unser Universum finden, wenn wir die metaphysischen Erfahrungsebenen nicht weiter ausgrenzen und als Hirngespinste abtun.



Nachtrag


Im Anschluss an den Film, gab es eine Podiumsdiskussion mit einem Neuro-Wissenschaftler, einem Grenzwissenschaftler, einer Mentaltrainerin und einem Vertreter des Filmverleihs. Gleich am Anfang kritisierte er Neuro-Wissenschaftler sehr heftig, dass in diesem Film ein Channelmedium seine esoterischen Botschaften verbreitet. Im Laufe des Austausches zeigte sich, dass die anderen Teilnehmer offener waren für solche Art von Botschaften und für das neue spirituelle Denken, welches auf diese Weise immer mehr Verbreitung findet. Der Neuro-Wissenschaftler schilderte später, wie er sein erstes Buch mit eigenen Worten ausgedrückt im "Flow" geschrieben hat, also in einem für ihn sehr hilfreichen "Gedankenfluss" und zeigte damit, wie man sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen konnte.

Vom Vertreter des Filmverleihs war zu erfahren, dass es im nächsten Jahr einen Kongress zu den Inhalten des Filmes geben soll. Eine DVD soll es erst zum Ende 2006 herauskommen. Weitere Informationen zu dem Film gibt es auf der Webseite www.bleep.de.

Links zu der Arbeit von Dr. Masaru Emoto:

     http://www.naturel.biz/die_macht_der_gedanken.htm
     http://www.wasser-symposium.ch/galerie/emoto.html

 

 

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