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Hinter dem Horizont

Text von: Andromis

 

 

Produktion:
USA 1998

Regie:
Vincent Ward

Hauptdarsteller:
Robin Williams (Chris Nielson)
Anabella Sciorra (Annie Nielson)
Cuba Gooding Jr. (Albert)
Max von Sydow (Spurenleser)

 

 

 

Inhalt:

Chris ist ein glücklich verheirateter Kinderarzt. Er liebt seine Frau Annie (eine Malerin von Beruf) und seine zwei Kinder sehr. Beide Kinder sterben bei einem Unfall und besonders Annie kommt über deren Verlust nur schwer hinweg. Einige Zeit später stirbt auch Chris, als er den Beteiligten eines anderen Verkehrsunfalls zu Hilfe eilt. Im Jenseits angekommen, findet er sich in wunderschönen phantastischen Landschaften wieder, die er von den Gemälden seiner Frau kennt. In den ersten Tage nach seinem Tod verfolgt er noch das Geschehen in der hiesigen Welt, versucht seiner Frau begreifbar zu machen, daß es ihn doch noch gibt und nimmt an seiner Trauerfeier teil. Danach löst er sich langsam von der irdischen Welt und erholt sich in seinem paradiesischen Jenseits in einer Umgebung mit vielen prächtigen Farben und Formen.

Annie wird nach seinem Tod sehr depressiv und nimmt sich schon bald das Leben. Leider findet sie sich nicht in der gleichen farbenfrohen Welt wieder wie ihr Mann, sondern landet in der düsteren Welt einer Selbstmörderin. Doch ist Chris Liebe zu seiner Frau so groß, daß er sich auf die gefährliche Reise zu ihr macht, um sie zu retten und in seine Welt mit hinüber zu holen.

Die Rettungsaktion glückt und am Ende des Filmes inkarnieren beide erneut auf der Erde und begegnen sich als Kinder wieder. Sie schauen sich an, und die Seelen erkennen einander.

 

Spirituelle Botschaft:

Das wunderbare an diesem Film sind die sehr phantasievollen Darstellungen der jenseitigen Welt. Die Farbenpracht des sogenannten "Himmels" genauso wie die düstere Darstellung der "Hölle". Dabei wird in dem Film sehr deutlich, daß sich diese Begriffe "Himmel und Hölle" nur auf unsere eigene Innere Welt beziehen. Je nach der Art unserer vorherrschenden Emotionen, begegnen wir einer entsprechenden Landschaft auch im Jenseits. Hier wird das Gesetz "So innen wie außen" sehr deutlich dargestellt. Als Annie sich selbst tötet und durch ihre depressive Seelenschwingung in eine Welt gerät, die voller Furcht und Düsterkeit dargestellt wird, wird diese Umgebung für sie nicht als eine Strafe gezeigt, sondern ist einzig und allein ein Ausdruck ihrer emotionalen Verfassung. In der Begegnung mit Chris‘ Liebe kann sie auch ihre eigene Liebe wiederfinden und sich so aus ihrer persönlichen Hölle befreien.

Der Film zeigt auch deutlich, wie wir nach dem Übergang in die jenseitige Welt von Verwandten oder engbefreundeten Seelen empfangen werden, die uns in der ersten Zeit nach unserem Tod begleiten, damit wir mit unserer neuen Umgebung besser zurechtkommen. Diese verwandten Seelen zeigen sich im Film auch nicht gleich in einer Gestalt, in der wir sie sofort wiedererkennen, sondern manchmal erst dann, wenn es für alle Beteiligten am förderlichsten ist.

Eine weitere Botschaft dieses Filmes ist der "Sieg der Liebe". Die Liebe vermag alles, sie ist die Kraft, welche uns auch noch aus der tiefsten Hölle zu holen vermag. Niemand ist dort für immer verloren, schon darum nicht, weil das Leben weitergeht, denn nach unserem irdischen Tod und nach einer Phase der Regeneration kommt die Vorbereitung auf ein neues Leben auf der Erde.

So räumt dieser Film nicht nur mit der bisherigen christlichen Vorstellung vom Leben nach dem Tod auf, also einem Jenseits unterteilt in Himmel und Hölle und mit Gott als Richter, sondern integriert auch gleich den Reinkarnations-Gedanken. Auf diese Weise wird aus einem normalen Happy-End ein noch viel schönerer Schluß, der besagt, daß die Liebe nicht nur über den Tod hinausgeht, sondern sogar einen Anspruch auf die Ewigkeit besitzt.

 

 

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