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Die Erfindung des Geldes

Ursprünglich gab es sogenanntes Warengeld. Das konnten Naturgegenstände, wie Muscheln oder auch Gebrauchsgegenstände, wie Rinder oder Ziegen sein. Als die Menschen aber begannen mehr und mehr in Städten zu leben und sich nicht mehr selber versorgen konnten, waren sie stärker auf Handel angewiesen. Die Benutzung von Ziegen und Rindern machte dies aber komplizierter, denn je mehr man von denen besaß, desto größere Ställe benötigte man und zudem stieg der Aufwand des Fütterns der Tiere, um deren Wiederverkaufswert zu erhalten.

Deshalb wurde der Tausch mit Gold oder Silber, zumeist in Form von Münzen, immer beliebter. Der Wert der Münzen bestand dabei aus seinem Metallwert, welcher zudem über Jahre erhalten blieb. War man bei dem Tauschen von Rindern und Ziegen noch daran interessiert, sie bald wieder weiterzugeben, wurde es nun durch das Horten von Münzen möglich, größere Reichtümer anzuhäufen. Damit wurde der Umgang mit dem Geld allerdings problematisch. Denn einerseits wurde es verlockender Geld zu horten, andererseits entwickelte es sich zu einem eigenen Handelsprodukt, als Geschäftsleute anboten, den Münzreichtum anderer zu verwalten.

Für Bürger mit vielen Goldmünzen bedeutete es natürlich eine Erleichterung, wenn sie diese nicht mehr zu Hause aufbewahren mussten, sondern jemanden geben konnten, der dies für sie tat. Als „Gegenleistung“ erhielten sie dafür einen „Schuldschein“, durch den ihnen versichert wurde, den dort eingetragenen Wert jederzeit wieder in Goldmünzen zurücktauschen zu können. Diese Scheine waren nicht auf eine bestimmte Person ausgestellt, sondern konnten an Dritte weitergegeben werden. Wer auch immer mit diesen Scheinen zurück zum Aussteller ging, erhielt seinen Gegenwert in Gold ausgezahlt. Diese „Wert-Papiere“ wurden immer beliebter und entwickelten sich zu den heute kaum noch verwendeten Wechseln oder Schecks und zu unseren heutigen Geldscheine.

Bis Anfang der 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts versprachen die großen Zentralbanken noch, einen solchen Schein jederzeit in Gold zu tauschen. Seitdem aber die Gold-Deckung der Währungen aufgehoben wurde, ist der Geldschein im Grunde genommen nur noch das Vertrauen wert, dass man ihm im Geschäftsleben gibt. Auf den ursprünglichen D-Mark Scheinen gab es auch noch die allgemein gültigen Kennzeichen eines Schuldscheines in Form der herausgebenden Stelle (Deutsche Bundesbank) mit dem Ausstellungsort (Frankfurt), Datum und Unterschrift des Bundesbankpräsidenten. Auf den Euro-Scheinen fehlen einige dieser Angaben und somit haben sie nicht mehr die Funktion des Schuldscheins und sind deshalb eigentlich nur noch das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden.

    


Ausschnitt eines alten 500 D-Mark Scheins mit den genannten Schuldschein-Kriterien


Zwischenzeitlich bezahlen wir sogar immer öfters ohne die Benutzung von Geldscheinen oder Münzen mit Kredit- oder EC-Karten. Dies ist sogenanntes Buchgeld oder Giral-Geld, welches nur auf elektronischen Konten in Form von Nullen und Einsen existiert. Damit sehen wir das Geld nicht mehr, wenn wir etwas kaufen oder bei der Gehaltszahlung erhalten.

Ein zentraler Bestandteil unseres Geldsystems ist die Einrichtung von Zins und Zinseszins. Wenn jemand Geld bei einer Bank eingezahlt, erhält der Geldgeber (Sparer) dafür einen Zinsbonus. Je mehr Geld und je länger er es bei der Bank lässt, desto mehr Zinsen bekommt er. Das Geld vermehrt sich. Andere, die sich Geld von der Bank borgen, also als Kredit auszahlen lassen, müssen stattdessen mehr Geld zurückzahlen und haben im Endeffekt weniger davon. Das führt über Jahrzehnte hin zu einer ungleichen Verteilung: die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Für mich liegt hier die Ursache für die Ungerechtigkeiten in unserem Finanzsystem.

Kreditnehmer können aber nicht nur Privatpersonen oder Unternehmen sein, sondern seit dem Ersten Weltkrieg nutzten auch Staaten die Möglichkeit, an mehr Geld zu kommen, als man eigentlich einnimmt. Damals wurde es bevorzugt dazu verwendet, die Kriege zu finanzieren, sowie die eigene Wirtschaft zu stärken. Weil dadurch aber immer mehr Geld einer Währung in dem Umlauf gelangte, der durch die Goldvorräte nicht mehr gedeckt werden konnte, verzichtete man letztendlich auf die Deckung.

Wie ein Unternehmen, welches mehr produzieren muss, um einen Investitionskredit inklusive Zinsen wieder zurückzuzahlen, muss auch innerhalb eines Währungsraumes bei einer Vergrößerung der Kreditmenge mehr produziert werden. Denn, je mehr Kredite aufgenommen werden, desto größer wird die zur Verfügung stehende Geldmenge. Diese sollte aber möglichst immer im gleichen Verhältnis sein zu der Menge der produzierten Waren und Dienstleistungen. Wird die Geldmenge dagegen größer, kommt es zu eine Inflation, wird sie kleiner, spricht man von einer Deflation. Beides ist nicht gut, weil es ein Ungleichgewicht schafft und damit die Wirtschaft aus der Balance bringt.

In der Weise, wie die Geldmenge steigt, wenn Kredite ausgegeben werden, sinkt sie, wenn Kredite zurückgezahlt werden. Wird aber bedingt durch die Kreditzinsen, ein größerer Betrag zurückgezahlt als ursprünglich erhalten, geht Geld dem Markt verloren. Damit aber weiterhin genug Geld im Umlauf ist, muss mehr Geld in Form von Krediten "geschöpft" werden, als wieder zurückgezahlt wird. Das führt natürlich zu einer Inflation und damit zu einer Entwertung des Geldes, wenn nicht gleichzeitig die Summe aller Waren und Dienstleistungen steigt.

Das ist für mich das grundsätzliches Dilemma unserer Geldwirtschaft, welches nicht dadurch gelöst werden kann, dass der Leitzins für die Vergabe von Krediten entweder angehoben oder gesenkt wird. Die immer bedrohlicher werdenden Verschuldungen der Staaten zeigen, dass eine grundsätzliche Lösung gefunden werden muss und aus meiner Sicht geht dies nur in einem völlig neuen Verständnis im Umgang mit Geld.

Dies führte mich zu der Erkenntnis, dass wir nur dann in einer langfristig wahrhaftig stabilen Gesellschaft zu leben vermögen, wenn wir das Geld abschaffen.


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